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Scholz und Söder: Teil-Shutdown verlängern

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Corona-Maßnahmen - Scholz und Söder: Teil-Shutdown verlängern

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Die Spitzenpolitiker Scholz und Söder fordern eine Verlängerung des Teil-Shutdowns bis kurz vor Weihnachten. Nur so könne eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindert werden.

Bundesfinanzminister Scholz und Bayerns Ministerpräsident Söder haben sich für einen längeren Teil-Shutdown ausgesprochen. Dieser soll bis kurz vor Weihnachten gehen.

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen über weitere Corona-Beschränkungen für eine Verlängerung des Teil-Shutdowns bis kurz vor Weihnachten ausgesprochen. "Um ein schönes Weihnachten verbringen zu können, müssen wir den Lockdown verlängern und sicher auch vertiefen", sagte Söder der "Bild am Sonntag" (BamS).

Die Restriktionen sollten auf jeden Fall für zwei, besser aber für drei Wochen verlängert werden, sagte der CSU-Chef. Die Maßnahmen müssten mindestens so lange gelten, bis der sogenannte Inzidenzwert in Deutschland auf 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gesunken sei. "Denn nur dann wird das Gesundheitssystem dauerhaft nicht überlastet", mahnte Söder.

Aktuell liegt die Inzidenz nur in 29 der 401 Kreise bei maximal 50. In 289 Kreisen gibt es mehr als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, in 65 mehr als 200 (Stand: 22. November, 5:30 Uhr). Die Karte zeigt, wie es bei Ihnen aussieht:

Zu früh für Entwarnung

Für Entwarnung sieht der bayerische Ministerpräsident keinen Anlass. "Die Welle ist gebrochen, aber leider sinkt die Zahl der Neuinfektionen nicht", sagte Söder. "Stattdessen laufen die Intensivstationen weiter voll und die Zahl der Todesfälle steigt." Die Menschen müssten daher "der Wahrheit ins Auge sehen: Es reicht einfach noch nicht aus."

Wenn die Menschen bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie jetzt "die Geduld verlieren, dann geht alles wieder von vorne los und wir landen am Ende bei noch härteren Maßnahmen", warnte Söder. "Wer mitten in einer medizinischen Therapie abbricht, riskiert einen schweren Rückfall. Lieber jetzt einen längeren Lockdown als eine komplette Ausgangsbeschränkung über Weihnachten."

Freies Weihnachten, strenges Silvester

Da Weihnachten "das wichtigste Fest des Jahres" sei, sollten dann aber zumindest Familienfeiern möglich sein, sagte Söder. Weihnachten solle "freier" sein, "dafür Silvester wieder konsequenter" mit Restriktionen wie einem Böller- oder Alkoholverbot auf größeren Plätzen, um große Menschenansammlungen zu verhindern.

Zudem rief Söder die Bürger eindringlich auf, auf Urlaubsreisen und Ski-Ausflüge mit Liftfahrten und Après-Ski zu verzichten. Zur Einhaltung der Quarantäne-Einreiseverordnung regte er stichprobenartige Grenzkontrollen an. Wichtigstes Ziel sei es, "einen dritten, noch härteren Lockdown" zu verhindern, damit es "keine Endlosschleife oder ein ständiges Hin und Her" gebe.

Hilfe für Unternehmen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz sprach sich ebenfalls für einen zweiten Teil-Shutdown aus. "Alles spricht dafür, dass die aktuellen Beschränkungen über den 30. November hinaus noch eine Zeit lang fortgesetzt werden müssen", sagte er der "BamS". 

Scholz will außerdem die Hilfen für Unternehmen, die wegen der Corona-Beschränkungen schließen müssen, gegebenenfalls auch im Dezember weiter zahlen. "Wenn die Beschränkungen verlängert werden, ist für mich klar, dass die finanzielle Unterstützung der direkt betroffenen Branchen dann ebenfalls weiter nötig ist", sagte der Vizekanzler und SPD-Kanzlerkandidat.

Bei den Bund-Länder-Beratungen am Montag vergangener Woche war eine Entscheidung über zusätzliche Corona-Restriktionen vertagt worden. Die Länder hatten Forderungen des Bundes nach strengeren Maßnahmen abgelehnt.

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