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Spahn vor Bund-Länder-Treffen - "Brauchen massive Kontaktbeschränkungen"

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2G fast überall, Kontaktbeschränkungen, Veranstaltungen: Noch-Gesundheitsminister Spahn hat klare Vorstellungen für neue Maßnahmen. Aber auch Worte über Fehler der Vergangenheit.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im ZDF-Morgenmagazin

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Bund und Länder wollen heute härtere Maßnahmen im Kampf gegen Corona auf den Weg bringen. In der Schaltkonferenz der Ministerpräsidenten mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem designierten Nachfolger Olaf Scholz (SPD) geht es um ein umfangreiches Maßnahmenpaket - etwa Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte sowie die Vorbereitung einer allgemeinen Impfpflicht.

Noch etwa eine Woche ist Jens Spahn als geschäftsführender Bundesgesundheitsminister für die Bekämpfung der Pandemie maßgeblich mitverantwortlich. Das sagt der CDU-Politiker im ZDF-Morgenmagazin zu:

den geplanten Beschlüssen von Bund und Ländern

"Nun, was tatsächlich wichtig ist - es ist quasi ein Lockdown für Ungeimpfte. Denn das ist die große Zahl an Ungeimpften: über zwölf Millionen Erwachsene. Das ist das, was auch das Gesundheitswesen vor eine Herausforderung stellt. Wenn Sie auf die Intensivstationen schauen, wenn Sie schauen, wo ist die Dynamik überhaupt auch bei den Infektionen, dann ist das bei dieser zu großen Zahl der Ungeimpften.

Deswegen ist Kontaktbeschränkung für Ungeimpfte wichtig. 2G konsequent in fast allen Lebensbereichen. Und dazu tatsächlich auch das Absagen oder deutliche Reduzieren von Großveranstaltungen, Bars, Clubs, Diskotheken […] weil dort sich dieses Virus besonders ausbreitet."

…den aktuellen Corona-Zahlen

"Wir brauchen massive Kontaktbeschränkungen und -reduzierung, um jetzt diese Dynamik auch rauszubringen. Wir haben ja immer noch Rekord-Infektionszahlen jeden Tag. Aus meiner Sicht braucht es gerade in diesen Bereichen, wo das Virus sich besonders ausbreitet, eben auch sehr deutliche Maßnahmen. Selbst, wenn es ab morgen keine Infektion mehr in Deutschland gäbe, werden wir trotzdem wahrscheinlich über 6.000 Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland noch in den nächsten Tagen sehen. Das ist eine enorme Belastung für das Gesundheitswesen."

Vor dem Bund-Länder-Treffen stehen viele Punkte auf der Corona-Tagesordnung.

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…den Experten-Mahnungen, dass auch Geimpfte sich einschränken müssen

"2G+ plus - etwas, was ich auch für viele, viele Lebensbereiche vorschlage, also dass auch Geimpfte und Genesene sich testen lassen müssen - ist auch eine Einschränkung für Geimpfte. Das Reduzieren, Absagen von Großveranstaltungen, das Schließen von Clubs, Bars, Diskotheken sind doch auch Einschränkungen für Geimpfte und Genesene. Und es sind eben auch notwendige Einschränkungen und Beschränkungen.

Genauso wie das konsequente Maskentragen. Unser Vorschlag ist ja, dass bei Veranstaltungen, bei denen sich Geimpfte treffen, trotzdem auch in dieser Zeit eine Maske, eine Schutzmaske getragen wird. Insofern: Ja, das sind auch Beschränkungen für Geimpfte und Genesene. Aber sie müssen eben für Ungeimpfte noch stärker sein, weil dort auch die Herausforderung das eigentliche Problem für unser Gesundheitswesen liegt."

…seinem Satz "Wir werden uns viel verzeihen müssen".

"Ich denke, wir alle müssen um Verzeihung bitten, dass wir immer wieder unter schwierigen Bedingungen mit auch zum Teil Unwissen oder neuen Erkenntnissen, neuem Wissen immer wieder haben auch Entscheidungen treffen müssen, Aussagen revidieren müssen, die wir getroffen haben. Das ist manchmal schwer nachvollziehbar. Das führt zu Frust, Unverständnis, Wut. Das verstehe ich auch sehr, sehr gut.

Und deswegen müssen wir immer wieder darauf hinweisen: Die Lage ändert sich, die Maßnahmen müssen sich ändern. Manches Mal müssen wir auch einfach sagen, haben wir falsch gelegen. Und für all das - was ja für dieses Land jetzt seit 18 Monaten ein Ausnahmezustand ist - für all das, was auch im Nachhinein hätte besser gehen können, kann man tatsächlich nur um Verzeihung, aber eben auch um Verständnis in einer sehr unsicheren, dynamischen Lage bitten."

Malu Dreyer (SPD) Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, spricht auf der Pressekonferenz nach der Ministerpräsidentenkonferenz.

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