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Auch für jüngere Erwachsene - Spahn: Astrazeneca bundesweit frei - für alle

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Gesundheitsminister Jens Spahn gibt Astrazeneca bundesweit für alle Erwachsenen frei. Das Ganze gilt ab sofort. Bisher ist der Impfstoff allerdings kaum gefragt.

Bund und Länder haben die Priorisierung bei der Impfung mit dem Vakzin von Astrazeneca aufgehoben. Dies teilte Gesundheitsminister Spahn nach Beratungen mit seinen Länderkollegen mit.

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Impfwillige sollen sich laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) künftig ohne Rücksicht auf die gültige Vorrangliste gegen Corona impfen lassen können - wenn sie sich für das Vakzin von Astrazeneca entscheiden. Bund und Länder beschlossen am Donnerstag die Aufhebung der Bevorzugung von Risikogruppen bei diesem Impfstoff. Das teilte Spahn in Berlin mit.

Impfungen über die Artzpraxen möglich

Mit dieser Regelung sollen mehr Menschen früher von einem vollständigen Impfschutz profitieren. Derzeit sind 7,1 Millionen oder 8,6 Prozent der Bundesbürger voll geimpft. Fast jeder Dritte hat mindestens eine Spritze bekommen: 30,6 Prozent. Im Sommer sollen auch alle 12- bis 15-Jährigen ein Impfangebot erhalten.

Wer mit dem Mittel geimpft werde, liege nun im ärztlichen Ermessen. Die Impfungen sollen über die Arztpraxen in den Bundesländern erfolgen. Impfwillige können sich bei ihren Hausärzten melden, um sich auf die Warteliste für Astrazeneca eintragen zu lassen. Allerdings ist die Verfügbarkeit von Astrazeneca in einigen Bundesländern begrenzt.

So langsam geht es beim Impfen voran. Einige Bundesländer haben die Impf-Reihenfolge bereits aufgehoben, zumindest für Astrazeneca. Auch die ersten Betriebsärzte beteiligen sich an den Impfungen. In Hildesheim gibt es die Spritze sogar im Drive-in.

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Einige Länder impfen bereits Jüngere

In NRW hingegen können Jüngere bereits jetzt mit dem Vakzin von Astrazeneca bei Hausärzten gegen das Coronavirus geimpft werden. Das bestätigte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Nordrhein-Westfalen ZDFheute auf Anfrage. Auch in Bayern, Sachsen, Berlin und Hessen ist das bereits möglich. Mecklenburg-Vorpommern verimpft seit einigen Tagen zudem übrig gebliebenen Astrazeneca-Impfstoff aus Impfzentren an Unter-60-Jährige. Zuvor waren nach langer Diskussion über seltene Nebenwirkungen wie Sinusvenenthrombosen nur Personen über 60 mit dem Wirkstoff geimpft worden.

Im Mai werden nach Informationen des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) knapp 2,8 Millionen Dosen Astrazeneca an Hausärzte geliefert. Weite Lieferungen sind derzeit noch nicht bekannt gegeben.

Für Dr. Heinrich, Leiter des Hamburger Impfzentrums, ist es ungerechtfertigt, wenn Ü60-Bürger sich nicht mit Astrazeneca impfen lassen wollen.

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Bald Zulassung für Biontech-Impfstoff für Jugendliche

Gesundheitsminister Spahn rechnet zudem mit einer baldigen Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer auch für Kinder ab zwölf Jahren. Spahn sagte, wenn nichts Unvorhergesehenes geschehe, könne die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) im nächsten Monat eine entsprechende Entscheidung treffen.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hätten vereinbart, dass sich die Länder bereits jetzt an die Erarbeitung von Impfkonzepten für die Jüngeren machen, um jedem 12- bis 18-Jährigen bis Ende August ein Impfangebot machen zu können, sollte die Zulassung im Juni kommen. Das Mittel von Biontech ist derzeit für Menschen ab 16 Jahren zugelassen.

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