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Corona-Maßnahmen - Spahn bleibt dabei: Epidemische Lage beenden

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Trotz steigender Infektionszahlen: Gesundheitsminister Spahn will die Epidemische Lage auslaufen lassen. SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach warnt vor Corona-Ausbrüchen an Schulen.

Gesundheitsminister Spahn im heute journal

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Es ist nur eine symbolische Zahl, aber sie lässt aufhorchen: Die Corona-Inzidenz hat wieder die Marke von 100 überschritten. Gesundheitsminister Jens Spahn will trotzdem den nationalen Ausnahmezustand beenden - und erntet dafür auch Kritik.

Im heute journal verteidigt der CDU-Politiker seinen Vorstoß. Corona sei zwar weiter eine große Herausforderung für jeden Einzelnen, der Alltag weiter "von Vorsichtsmaßnahmen bestimmt". Aber:

Der vom Bundestag festgestellte Ausnahmezustand kann aus meiner Sicht beendet werden, weil vier von fünf Erwachsenen geimpft sind.
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Für das Robert-Koch-Institut sei klar, dass Geimpfte ein moderates Risiko haben. "Diese Balance zu halten vom Ausnahmezustand in den Zustand besonderer Vorsicht, darum geht es."

Kann die Corona-Notlage beendet werden?

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Spahn: Mit Vorsichtsmaßnahmen durch Herbst und Winter

Spahn unterstrich im ZDF-Interview abermals, dass es über den Herbst und Winter weiterhin Vorsichtsmaßnahmen brauche: 3G: geimpft, genesen, getestet im Innenraum, medizinische Schutzmasken, AHA-Regeln in Bus und Bahn sowie im Einzelhandel.

Es geht ausdrücklich nicht darum, die Epidemie für beendet zu erklären.
Jens Spahn, CDU

Auch wies der Gesundheitsminister auf die Wichtigkeit der Auffrischimpfungen hin. "Ich möchte auch ausdrücklich werben, dass vor allem die über 60-Jährigen die auch wahrnehmen."

Epidemische Lage soll auslaufen - Spahn sieht Normalzustand erst im Frühjahr 

Gesundheitsminister Spahn will die "epidemische Lage" im November auslaufen lassen, rät aber weiterhin zur Vorsicht. SPD-Politiker Lauterbach vertritt einen anderen Standpunkt.

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Länder brauchen laut Spahn keine Notlage für Corona-Maßnahmen

Spahn warb außerdem dafür, dass in den Schulen und in den Pflegeeinrichtungen "da, wo die besonders Verwundbaren sind, die Jüngsten und die Ältesten", weiterhin regelmäßig getestet wird, und dass es dort besondere Schutzmaßnahmen gibt. Auch wenn ihn die Impfquote inzwischen zuversichtlich mache, mahnte Spahn:

Es ist jetzt nicht so alles wie vorher. Da sind wir noch nicht.
Gesundheitsminister Spahn

Spahn wiederholte, wir seien nun in einem neuen "Zustand besonderer Vorsicht". Und deshalb brauche es den Ausnahmezustand, wo der Bundesminister für Gesundheit etwa durch Verordnungen viele Ausnahmeregelungen treffen kann, nicht mehr. Denn den Ländern und Behörden vor Ort sei es "losgelöst von diesem Ausnahmezustand weiterhin möglich" Maßnahmen zu ergreifen.

Die 7-Tage-Inzidenz ist in Deutschland auf 110 gestiegen. "Die Inzidenz ist ein Seismograf, der sich irgendwann zum Teil in den Krankenhäusern niederschlägt", so Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU).

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Lauterbach warnt vor Corona-Ausbrüchen an Schulen

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach warnte indes vor stark steigenden Infektionszahlen bei Kindern.

Wir werden nach den Herbstferien deutlich mehr Ausbrüche in den Schulen erleben, weil die Kinder nicht mehr lange lüften können, ...
SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach im RND

... sagte er mit Blick auf den heranziehenden Winter dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Auch in den Betrieben wird es Ansteckungsketten geben. Dasselbe gilt für Bars und Restaurants. Wir haben einen kontinuierlichen Anstieg zu erwarten."

Lauterbach schlug folgendes Vorgehen an Schulen vor: "Dreimal in der Woche testen, das wäre mein Vorschlag, morgens mit Antigen-Tests, weil diese die vorherrschende Delta-Variante sehr zuverlässig erfassen." Dazu solle es fünf Testtage hintereinander für Kontaktpersonen von Infizierten geben. "So könnten wir die unkontrollierte Pandemie an den Schulen praktisch beenden."

Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, meinte: "Bundesweit betrachtet sind die Schulen in diesem Herbst in Sachen Gesundheitsprävention besser aufgestellt als vor einem Jahr, die Impfquote unter den Beschäftigten in den Schulen ist außerordentlich hoch."

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