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19 Standorte - Spahn kündigt nationale Gesundheitsreserve an

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Künftig sollen bundesweit 19 Standorte mit medizinischem Material ausgestattet werden. Das Ziel: besser auf Gesundheitskrisen vorbereitet sein.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will als Konsequenz aus der Corona-Krise 19 Standorte bundesweit mit medizinischem Material ausstatten. Sehen Sie hier das gesamte Statement.

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Schutzmasken, Schutzausrüstung, Beatmungsgeräte und auch Medikamente - der Bund will vorsorgen, und zwar mit einer nationalen Gesundheitsreserve. Das kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach Gesprächen des Corona-Kabinetts an. Künftig sollen die neuen Reserven an 19 Standorten in ganz Deutschland lagern.

Das Ziel: Besser auf Gesundheitskrisen - wie Pandemien - vorbereitet sein. Das deutsche Gesundheitswesen solle noch widerstandfähiger werden. Und: Einsatzkräfte in Krankenhäusern, Arztpraxen oder Pflegeeinrichtungen unterstützt werden.

Konsequenzen aus der Corona-Krise

Obwohl das deutsche Gesundheitswesen eines der besten der Welt sei, habe die Corona-Pandemie laut Spahn gelehrt: "Wir müssen noch besser vorbereitet sein, auf Fälle wie diesen - auf die Gesundheitskrise, auf die Pandemie".

Der Minister erklärt:

Am Material soll gute Gesundheitsversorgung nicht scheitern. Nicht in der Regelversorgung - vor allem auch nicht in der Pandemie.
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Nach Angaben des Gesundheitsministers stellt der Bund eine Milliarde Euro für den Aufbau einer nationalen Gesundheitsreserve mit Schutzausrüstung zur Verfügung. Nach dem Start werde der jährliche Aufwand in einem "höheren dreistelligen Bereich" liegen.

Vorsorge kostet. Aber Vorsorge schützt in Krisen.
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

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Laut Spahn wird man mit der EU, den Länder und auch Akteuren im Gesundheitssystem über die künftige Verteilung der Kosten sprechen. Die Reserve werde in drei Stufen aufgebaut.

Im kommenden Jahr sollen demnach zunächst die erforderlichen Strukturen aufgebaut werden. Dabei soll auch auf überschüssiges Material zurückgegriffen werden, dass im Laufe der aktuellen Pandemie weltweit beschafft wurde. Ab 2022 soll dann vorwiegend auf Material aus inländischer Produktion umgestellt werden. 2023 soll die vorgesehenen Zielstruktur erreicht sein.

Nationale Reserve beläuft sich auf sechs Monate

Insgesamt ist geplant, dass sich die Größe der Reserve auf ein halbes Jahr des aktuellen Bedarfs belaufe. Physisch eingelagert würden Schutzmaterialien und Co. jedoch nur für einen Monat.

Für die weitere Zeit kommt ein "rollierendes System". Das heißt: Es sollen Verträge mit Wirtschaftspartnern geschlossen werden, um auf weiter benötigtes Material zugreifen zu können.

Bevor diese Produkte jedoch ablaufen, werden diese in den Markt gegeben und wiederum neues Material vorgehalten.

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Augsburg, Hamburg und Emmerich unter den Standorten

Als Standorte für den Aufbau der Reserven werden Apfelstädt, Augsburg, Bergkamen, Biblis, Crailsheim, Dortmund, Emmerich, Euskirchen, Halle, Hamburg, Ibbenbüren, Kabelsketal, Krefeld, Langenhagen, Neuss und Unna genannt. Hinzu kämen die vom Beschaffungsamt des Bundesinnenministerium angemieteten Lagerflächen für Hand-Desinfektionsmittel in Neustadt, Muggensturm und Krefeld.

Die Bundesregierung hatte Anfang Juni grundsätzlich den Aufbau einer "Nationalen Reserve Gesundheitsschutz" beschlossen und beteiligte Ministerien mit einem Konzept beauftragt. Hintergrund ist auch, dass zu Beginn der Corona-Krise im Frühjahr Schutzmasken und anderes Material knapp waren.

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