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Impfstoff von Astrazeneca - So wird Spahn die Impfverordnung ändern

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Vor dem Impfgipfel kündigt Gesundheitsminister Spahn an, die Impfverordnung anzupassen. Betroffen ist das Vakzin von Astrazeneca - mit Auswirkungen für Ältere, Pfleger und Ärzte.

Vor dem Impfgipfel kündigt Gesundheitsminister Spahn an, die Impfverordnung anzupassen. Betroffen ist das Vakzin von Astrazeneca - mit Auswirkungen für Ältere, Pfleger und Ärzte.

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat im ZDF seine Pläne konkretisiert, wie er die Impfverodnung in Deutschland ändern wird. "Wir werden sie anpassen, ja anpassen müssen", so Spahn in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Konkret geht es um den Impfstoff von Astrazeneca.

Dieser sei von der Ständigen Impfkommission empfohlen für 18- bis 64-Jährige. Über 65-Jährige sollten ihn vorerst nicht erhalten - und zwar, weil die Datenlage bisher nicht ausreiche, so Spahn. Nicht also, weil dieser Impfstoff bei Älteren eventuell nicht wirksam sei. Spahn sagt:

Deswegen werden wir die Priorisierungsgruppen beibehalten, so wie sie sind. Aber eben sagen: Astrazeneca jeweils in der Gruppe für 18- bis 64-Jährige.

Wer bekommt künftig den Astrazeneca-Impfstoff?

Spahn sagt, damit seien zum Beispiel Pflegekräfte und medizinisches Personal der ersten Priorisierungsgruppe gemeint.

Im Klartext: Pfleger, Ärztinnen und weitere Mitglieder der ersten Priorisierungsgruppe sollen künftig mit dem Vakzin von Astrazeneca geimpft werden. Die Impfstoffe von Biontech und Moderna dürften künftig also für Hochbetagte verwendet werden - und wohl eher nicht mehr für medizinisches Personal unter 65. Diese Änderung soll laut Spahn ab dem 8. Februar in Kraft treten.

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Welche Fehler Spahn in Sachen Impfung einräumt

Spahn räumt in dem ZDF-Interview auch eigene Fehler in Sachen Impfkampagne ein. Rund um Weihnachten sei eine "ganz große Erwartungshaltung" in der Bevölkerung entstanden. Im Shutdown hätten auf einmal alle das Bedürfnis gehabt, binnen weniger Wochen aus der Pandemie raus zu kommen, so Spahn.

Im Nachhinein hätten wir noch mehr und klarer Erwartungsmanagement machen müssen.

Denn es sei klar gewesen, dass der Impfstoff in der ersten Zeit knapp sei, so Spahn. Er räumte auch ein, dass auch die EU durchaus schneller hätte handeln können - so wie auch Bund, Länder und Landkreise manche Dinge hätten "früher machen können". Er beteilige sich aber nicht daran, die Schuld anderen zuzuschieben.

"Es hilft uns im Moment nicht, wenn jeder mit dem Finger auf den anderen zeigt", so Spahn. Zwar müsse die Beschaffung des Impfstoffes und die gesamte Impfkampagne aufgearbeitet werden, aber eben nicht jetzt. Spahn sagt:

Das Virus ist der Feind.

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