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Steigende Infektionszahlen - Spahn: Strengere Beschränkungen denkbar

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Gesundheitsminister Spahn hält angesichts hoher Corona-Infektionszahlen schärfere Maßnahmen für möglich. Denkbar seien auch Einschränkungen beim Einzelhandel.

Die bestehenden Corona-Regeln haben bisher nicht die erhofften Erfolge erzielt, weshalb Experten nun strengere Maßnahmen fordern. Diese könnten etwa den Einzelhandel treffen.

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Die Anzeichen für eine Verschärfung der Corona-Beschränkungen verdichten sich. Nun sprach sich auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dafür aus, bei anhaltend steigenden Infektionszahlen strengere Maßnahmen ins Auge zu fassen.

Sollten die Zahlen bis Weihnachten nicht sinken, "dann müssen wir das diskutieren", sagte Spahn dem Sender Phoenix.

Spahn: Kurze aber umfassende Maßnahmen

Härtere Maßnahmen für einen kürzeren Zeitraum würden eher von den Bürgern verstanden "als eine Seitwärtsbewegung der Infektionszahlen mit wahnsinnig viel Ermüdung".

"Der Ansatz, kurz und umfassender, um wirklich einen Unterschied zu machen, ist wahrscheinlich der erfolgreichere", sagte Spahn. Auch eine erneute Schließung des Einzelhandels könne erforderlich sein, so der Minister.

Wir müssen das abhängig machen von den nächsten Tagen, ob es uns gelingt, die Zahlen runterzubringen.
Jens Spahn, Gesundheitsminister

Auch künftig würden die Bundesländer individuelle Konzepte verfolgen, was er aufgrund unterschiedlicher Inzidenzzahlen auch für richtig halte.

Merkel drängt auf weitere Schritte

"Wir müssen in Sachsen andere Maßnahmen ergreifen als in Schleswig-Holstein, wenn das ganze Akzeptanz behalten soll", sagte der Gesundheitsminister.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) strebt noch vor Weihnachten eine Einigung auf weitere Schritte zur Eindämmung der Corona-Pandemie an.

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Die Corona-Infektionszahlen gehen und gehen nicht runter. Hilft nun nur ein kurzer, kompletter Lockdown? Zumindest die Weihnachts-Silvester-Regeln stehen wieder auf dem Prüfstand.

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von Kristina Hofmann und Florian Neuhann

Bericht: Verschärfungen ab 27. Dezember

Mit den derzeitigen Maßnahmen komme das Land "nicht durch den Winter", sagte Merkel nach Teilnehmerangaben in einer Sitzung der Unionsfraktion.

Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung plant das Bundeskanzleramt, die Corona-Maßnahmen ab dem 27. Dezember erheblich zu verschärfen.

Alle Geschäfte zu bis zum 3. Januar?

Es sollten demnach mindestens bis zum 3. Januar sämtliche Geschäfte in Deutschland schließen - mit Ausnahme des Lebensmitteleinzelhandels.

Um die Regeln durchzusetzen, wolle das Kanzleramt noch in dieser Woche eine Ministerpräsidentenkonferenz organisieren.

Ein Radfahrer fährt am Morgen durch die weihnachtlich geschmückte Schildergasse.

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Strengere Kontaktbeschränkungen, Lockerungen zu den Feiertagen. Bund und Länder hatten sich auf einen Corona-Fahrplan bis ins neue Jahr geeinigt. Doch es gibt Sonderregelungen.

Weltärztepräsident: Ausgangsbeschränkungen bis Weihnachten

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery sprach sich unterdessen für strenge Ausgangsbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie aus. Der "Rheinischen Post" sagte er:

Wir brauchen überall, wo Infektionszahlen hoch sind, bis Weihnachten harte Ausgangsbeschränkungen, bei denen die Menschen nur noch aus triftigem Grund das Haus verlassen dürfen.
Frank Ulrich Montgomery, Weltärztepräsident

"Zur Arbeit, Schule, Kita, in den Supermarkt und zum Arzttermin sollen die Menschen natürlich gehen dürfen", so Montgomery, "alles andere sollte aber für die kommenden zwei Wochen verboten und sanktioniert werden."

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