Sie sind hier:

Aufarbeitung der Corona-Krise - Spahn warnt vor Schuldzuweisungen

Datum:

Gesundheitsminister Spahn warnt vor Schuldzuweisungen in der Corona-Krise. Für die aktuell hohen Infektionsraten und Todeszahlen trügen Politik und Bürger gemeinsam Verantwortung.

Gesundheitsminister Jens Spahn mit Mund-Nasen-Schutzmaske auf einer Pressekonferenz zur Lage der Corona-Krise am 22. Januar.
Gesundheitsminister Jens Spahn mit Mund-Nasen-Schutzmaske auf einer Pressekonferenz zur Lage der Corona-Krise am 22. Januar.
Quelle: epa

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat vor Schuldzuweisungen bei der Aufarbeitung der Corona-Pandemie gewarnt. Zur "Bild am Sonntag" sagte er: "Wir sollten aufpassen, dass 2021 nicht das Jahr der Schuldzuweisung wird," so Spahn. Gespräche seien notwendig, solange es nicht nur darum ginge, "Schuld auf andere abzuladen".

Über Fehler und Versäumnisse reden ist wichtig. Aber ohne, dass es unerbittlich wird.
Gesundheitsminister Jens Spahn

Der Gesundheitsminister hatte bereits zu Beginn der Pandemie im April um Verständnis für schwierige politische Entscheidungen in der Corona-Krise geworben. Im Bundestag sagte er, "dass wir miteinander wahrscheinlich viel werden verzeihen müssen in ein paar Monaten".

Neben der Politik werde auch für die Gesellschaft und die Wissenschaft eine Phase kommen, in der man feststelle, dass man vielleicht an der einen oder anderen Stelle falsch gelegen habe oder etwas korrigieren müsse.

Zu sehen ist ein Corona-Virus mit den erkennbaren Spike-Proteinen.

Nachrichten | Panorama -
Corona-Mutation: Was sie so gefährlich macht
 

Die Corona-Pandemie hat bei uns eine neue Phase erreicht. Ein Rechenbeispiel zeigt, warum die Verbreitung von Mutationen jetzt so gefährlich ist.

Spahn: Tragen gemeinsam Verantwortung

Für die hohen Infektionsraten und Todeszahlen in der zweiten Welle der Pandemie tragen nach Spahns Worten Politik und Bürger gemeinsam Verantwortung. "Wir hatten alle zusammen das trügerische Gefühl, dass wir das Virus gut im Griff hätten. Die Wucht, mit der Corona zurückkommen könnte, ahnten wir, wollten es aber in großer Mehrheit so nicht wahrhaben."

Er räumte jedoch ein, dass die Bundesregierung und die Länder zu zögerlich bei der Pandemie-Bekämpfung waren und schon im Oktober zu härteren Maßnahmen hätten greifen sollen.

Wir haben dem Virus zu viel Raum gelassen.
Gesundheitsminister Jens Spahn

Vor allem einige Ministerpräsidenten hatten sich damals gegen einen härteren Kurs gewehrt, wie ihn Kanzlerin Angela Merkel und viele Virologen befürwortet hatten.

Vorteile für Corona-Geimpfte? Befürworter der Impfung sehen darin einen sinnvollen Anreiz, Gegner hingegen eine Impfpflicht durch die Hintertür. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Corona-Impfungen in Deutschland beginnen.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Solidarität bis zum Schluss

Die Aufhebung von Einschränkungen für Geimpfte lehnte Spahn ab, bis es ein Impfangebot für alle Bürger gibt. Es gehe dabei um Solidarität. "Wir haben ein Jahr lang solidarisch diese Pandemie durchgestanden. Jetzt können wir uns die Monate, bis jeder geimpft werden kann, auch noch alle an die Regeln halten."

Laut Spahn hat Deutschland ein neues Corona-Medikament gekauft, 200.000 Dosen für 400 Millionen Euro. "Ab nächster Woche werden die monoklonalen Antikörper in Deutschland als erstem Land in der EU eingesetzt. Zunächst in Uni-Kliniken", sagte er.

Risikopatienten mit Antikörpern helfen

Mit dieser Form der Antikörper wurde Donald Trump nach seiner Corona-Infektion behandelt, wie die "BamS" berichtete. "Die Gabe dieser Antikörper kann Risikopatienten in der Frühphase helfen, dass ein schwerer Verlauf verhindert wird", erläuterte Spahn.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.