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Gesundheitsminister Spahn - "10 bis 14 Tage richtiges Runterfahren"

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Angesichts der aktuellen Corona-Zahlen, brauche es "10 bis 14 Tage richtiges Herunterfahren", so Minister Spahn in einer Debatte. Familie im großen Kreis gehe noch nicht.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf einer Diskussion zu Corona-Impfungen und Testungen
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).
Quelle: epa/ Clemens Bilan

Auch nach Ostern wird der Shutdown vermutlich weitergehen, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag in einer Online-Diskussion:

Wenn wir die Zahlen nehmen, brauchen wir noch einmal zehn, 14 Tage richtiges Herunterfahren unserer Kontakte und Mobilität.
Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister

Shutdown wie Ostern 2020

Diese 14 Tage wären ein Shutdown, "so wie wir es auch im letzten Jahr an Ostern erlebt haben", sagte der Minister. Familie im großen Kreis "geht halt dieses Jahr noch nicht".

Wenn die dritte Welle bei den Infektionen gebrochen werden könne, seien dann Öffnungsschritte, begleitet von Tests möglich. "Es gibt jetzt schon die Modelle, die zeigen, es geht", sagte Spahn mit Blick auf das Beispiel Tübingen, wo es Öffnungsschritte flankiert von Tests gibt.

Impftempo wird ab Ostern zulegen

Bisher kommt aber einer der wichtigsten Bausteine der Corona-Bekämpfung in Deutschland - das Impfen - schleppend voran. Laut Spahn sei das Impfen "das entscheidende Instrument in dieser Pandemie". Aber erst seit diesem Wochenende impft Deutschland wieder so schnell wie vor dem Astrazeneca-Stopp.

Um gegen die aktuell laufende dritte Welle anzukommen, reicht der Impffortschritt in Deutschland noch nicht aus. Die verfügbaren Impfdosen sind derzeit aber immer noch knapp. Deshalb verteidigte Jens Spahn die bisherige Impfstrategie Deutschlands. Er fände es "schwierig", wenn man jetzt gesunde 30-Jährigen impfe, während über 70-Jährige noch keinen Schutz bekommen haben:

Das rettet Menschenleben, das ist keine Bürokratie.
Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister

Allerdings werde das Impftempo nun zunehmen. Alleine im April werde Deutschland fast so viele Dosen geliefert bekommen (15 Millionen) wie im gesamten ersten Quartal (19 Millionen).

Arztpraxen dürfen ab April impfen

Ein wichtiger Baustein sei dabei ab April die Hilfe der Hausarztpraxen. Begonnen wird nach Ostern bei den Hausärzten mit den Biontech-Dosen, ab Mitte April kommt dann auch Astrazeneca dazu. Wenn danach noch weitere Ärzte dazukommen, könnten es laut Spahn Ende April 80.000 bis 100.000 Arztpraxen sein, die mitimpfen.

Zudem können Hausärzte flexibel reagieren, sollten noch Impfdosen liegenbleiben. "Impfdosen, die wir in einer Woche liefern, sollten am Ende der Woche idealerweise verimpft sein", so Spahn. "Alles ist besser, als dass noch was übrig ist am Ende der Woche."

Johnson & Johnson-Impfstoff wird ab Mitte April geliefert

Am Freitag habe man laut Jens Spahn zudem erfahren, dass Deutschland in der Woche vom 12. April die erste Lieferung des Impfstoffes von Johnson & Johnson erwartet - vermutlich 275.000 Impfdosen.

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