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Russischer Corona-Impfstoff - Spahn: Zulassung von Sputnik V in EU denkbar

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Der russische Impfstoff Sputnik V verfügt laut Studien über eine hohe Wirksamkeit. Gesundheitsminister Spahn hält deshalb eine Zulassung in der EU für möglich.

Covid-19-Impfstoff Sputnik V
Der russische Covid-19-Impfstoff Sputnik V hat laut Studien eine hohe Wirksamkeit.
Quelle: dpa

Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gibt es Überlegungen, den russischen Impfstoff Sputnik V in Europa zu produzieren. Bei Gesprächen mit der russischen Seite habe es die Bitte gegeben, zu schauen, ob es in Deutschland oder Europa Kapazitäten dafür geben könne, sagte Spahn am Mittwoch bei einer Online-Konferenz von "Tagesspiegel", "Zeit", "Handelsblatt" und "Wirtschaftswoche".

Wir können ja auch Unterstützung geben für die Produktion eines Impfstoffes, der in Europa noch gar nicht oder gar nicht zugelassen ist.
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister (CDU)

Da sei man vermittelnd tätig. Der Gesundheitsminister ergänzte, er freue sich über jeden Impfstoff, der Wirksamkeit zeige, sicher sei und einen Unterschied machen könne. "In welchem Umfang das bei Sputnik V der Fall ist, muss jetzt einfach auch die Zulassungsbehörde sich anschauen."

Zulassung für Sputnik V bei der EMA beantragt

Die Wirksamkeit von Sputnik V soll bei mehr als 90 Prozent liegen. Sputnik V habe eine so hohe Wirksamkeit, weil der Impfstoff zwei verschiedene Vektoren nutze für die Erst- und Zweitimpfung. Das mache es aber auch "deutlich komplexer", den Impfstoff zu produzieren.

In Ungarn wird Sputnik V seit Anfang Februar eingesetzt.

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Das Verfahren zur Zulassung beginne formal bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA. Nach Angaben aus Moskau war dort ein entsprechender Antrag im Januar eingereicht worden.

Merkel und Putin über Impfstoff im Gespräch

Zuvor hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der ARD grundsätzlich offen für den Einsatz des russischen Impfstoffs auch in Deutschland gezeigt.

Jeder Impfstoff sei in der EU willkommen, aber zugelassen werde er nur, wenn der EMA die notwendigen Daten vorlägen. Merkel hat nach eigenen Angaben über das Thema auch mit Russlands Präsident Wladimir Putin gesprochen.

Was über den russischen Impfstoff Sputnik V bekannt ist.

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Russische Daten belegen hohen Impfschutz

Nach Kritik an fehlenden belastbaren Studien hatten russische Forscher weitere Details zu dem Corona-Impfstoff Sputnik V veröffentlicht. Nach den neuen Daten hat das Vakzin eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent. Die Ergebnisse wurden am Dienstag im medizinischen Fachblatt "The Lancet" publiziert.

Der Kreml sprach am Mittwoch von einer "sehr wichtigen Veröffentlichung, die die Zuverlässigkeit und Wirksamkeit des russischen Impfstoffes gezeigt" habe. Jeden Tag steige die Zahl der Länder, die Sputnik V registrieren wollten, sagte Sprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge.

In naher Zukunft ist geplant, die Produktion des Impfstoffs auch im Ausland aufzubauen.
Dmitri Peskow, Kreml-Sprecher

Spahn: Diskussion über Vakzine hat außenpolitische Bedeutung

Die Debatte über den russischen Impfstoff zeige, "dass Impfen auch immer eine außen- und sicherheitspolitische Komponente" habe. Russland nutze den Impfstoff derzeit auch zu außenpolitischen Zwecken, ohne dass die eigene Bevölkerung schon ein umfangreiches Impfangebot bekommen habe.

Inzwischen prüft der Entwickler von Sputnik V eine mögliche Kooperation zur Impfstoff-Produktion mit dem in Dessau ansässigen Pharmahersteller IDT Biologika.

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