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Frankreich, Portugal, Spanien : Hohe Impfquoten, aber reicht das bei Omikron?

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Frankreich, Portugal und Spanien haben Impfquoten, von denen man in anderen Ländern nur träumen kann. Aber wird das gegen Omikron reichen?

Frankreich, Paris: Menschen tragen Mundnasenschutz, während sie am Eifelturm vorbei gehen.
In Frankreich wird wegen der Corona-Lage der Ministerrat ausnahmsweise zwischen den Jahren tagen.
Quelle: ap

Impfen, impfen, impfen. Um neue drastische Einschränkungen oder sogar einen erneuten Lockdown wegen Corona zu vermeiden, haben sowohl Frankreich als auch Portugal und Spanien bis jetzt auf eine massive Impfstrategie gesetzt. Die Hoffnung, dass die Winterwelle sie nicht - oder nur am Rande - erfassen würde, sinkt allerdings mit der Omikron-Variante in allen drei Ländern täglich. Obwohl sie weltweit zu den Impf-Champions gehören.

In Frankreich sind inzwischen über 90 Prozent der impfbaren Bevölkerung (über 12 Jahre) doppelt oder teilweise sogar schon dreifach geimpft. In Rekord-Geschwindigkeit sind vor allem in den großen Städten die Massenimpfzentren wieder geöffnet worden, um alle volljährigen Bürger mit der dritten Dosis zu versehen. Auch Kinder ab fünf Jahren werden seit dem 22. Dezember geimpft.

In Europa ist Deutschland inzwischen von Hochrisikogebieten quasi umzingelt - gerade erst sind Dänemark und Frankreich dazugekommen. Großbritannien wird wegen der stark steigenden Zahl von Omikron-Fällen jetzt sogar Virusvariantengebiet.

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Macron will weitreichende Maßnahmen vermeiden

Präsident Emmanuel Macron, der wahrscheinlich nächstes Jahr zur Wiederwahl antritt, will drastische Einschränkungen um jeden Preis vermeiden. Seine Popularität hat sich vor allem dank massiver finanzieller Unterstützungen in der Pandemie gehalten. Die möchte er nicht aufs Spiel setzen.

Doch er sieht sich zum Handeln gezwungen: Der jetzt schon geltende "pass sanitaire", der "Gesundheitspass", soll in einen Impfpass umgewandelt werden. Ohne ihn dürfen Ungeimpfte, auch mit Test, dann nicht mehr an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen oder etwa ins Restaurant gehen. Der Ministerrat tagt dafür ausnahmsweise zwischen den Jahren, am 27. Dezember. Schon Anfang Januar soll dann das Parlament darüber entscheiden.

"Eine getarnte Impfpflicht", gab Gesundheitsminister Olivier Véran unumwunden zu.

Es ist nicht mehr tragbar, dass der Impfwiderstand von ein paar Millionen Franzosen das gesamte Land gefährdet.
Jean Castex, französischer Premierminister
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Portugal: "Woche der Mäßigung" der Kontakte wurde vorgezogen

Wir müssen "mehr machen" angesichts von Omikron, sagte auch die portugiesische Gesundheitsministerin Marta Temido schon Mitte Dezember. Dabei macht das Land schon recht viel. Nach einer traumatischen Welle im vergangenen Frühjahr, unter der das Gesundheitssystem komplett kollabierte und unter anderem die Bundeswehr zur Hilfe gerufen wurde, haben sich die Portugiesen ohne Wenn und Aber impfen lassen. Auch Kinder seit Mitte Dezember.

Um den rasanten Vormarsch von Omikron zu bremsen, ist Premierminister Antonio Costa allerdings früher als geplant zur Tat geschritten. Die "Woche der Mäßigung" der Kontakte, die ursprünglich vom 2. bis 9. Januar stattfinden sollte, ist auf den 25. Dezember vorgezogen worden. Diskos und Bars schließen, für öffentliche Veranstaltungen gilt eine Testpflicht, auch für Taufen oder Hochzeiten.

Portugal ist Impf-Champion. In kaum einem Land wurden bereits so viele Menschen gegen Covid-19 geimpft wie hier. Obwohl die Inzidenzen auch hier wieder steigen, scheint Portugal dem Rest der Welt einen Schritt voraus zu sein.

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Spanien: Regionen erlassen unterschiedliche Regeln

In Spanien gehen die einzelnen Regionen wieder separat an den Start. Die liberalen Konservativen stehen Einschränkungen ablehnender gegenüber als die Linken. Wirte und Geschäfte müssten auch leben, argumentierte die Regionalpräsidentin von Madrid, Isabel Díaz Ayuso vom Partido Popular, erst kürzlich, um Schließungen abzuwenden.

Nur in wenigen Regionen gilt die 3-G-Regel in Restaurants. Für die Festtage waren erst keine weiteren Einschränkungen geplant. Nur Empfehlungen wie Masken in Innenräumen, Lüften und Abstandhalten waren an der Tagesordnung. Doch am Mittwoch verkündete Premierminister Pedro Sanchez wieder die Maskenpflicht im Freien. In Katalonien gilt seit Freitag eine nächtliche Ausgangssperre.

Wie lange das tragbar ist, bleibt dahingestellt. Spanien gehörte 2020, zu Beginn der Epidemie, zu den am schwersten gebeutelten Ländern. Das sitzt vielen noch in den Knochen. Und so schauen die Spanier mit Sorgen auf das Jahresende. Noch dazu wird Weihnachten hier traditionell erst am 6. Januar mit den Heiligen Drei Königen gefeiert. Ob da die Geschenke noch unbeschwert im Familienkreis geöffnet werden können, bleibt mehr als ungewiss.

Auf der Illustration ist eine Frau zu sehen, die beide Arme zur Schulter zieht. Über der linken Hand schwebt ein Symbol mit Daumen runter, über der rechten Hand schwebt ein Symbol mit Daumen hoch.

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