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Vierte Corona-Welle - Städtebund warnt vor weiterem Shutdown

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Die Kommunen fordern Bund und Länder auf, Vorkehrungen zu treffen, um einen weiteren Shutdown zu verhindern. Es müsse ein neuer Maßstab für Corona-Maßnahmen etabliert werden.

Mit Absperrband umwickelte Tische einer Böckerei in der Altstadt von Halle/Saale.
Laut Städtebund würde ein weiterer Shutdown verheerende Folgen für Mensch und Wirtschaft nach sich ziehen. (Archivbild)
Quelle: dpa

Die Kommunen haben eindringlich an Bund und Länder appelliert, Vorbereitungen für eine neue Corona-Welle zu treffen. Ein weiterer Shutdown wäre "verheerend für die Menschen, aber auch für die Wirtschaft", sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

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Gerd Landsberg

Landsberg sprach sich dafür aus, "die bisherigen Inzidenz-Grenzwerte höher anzusetzen und stark belastende Eingriffe erst anzuordnen, wenn das Gesundheitssystem absehbar überlastet ist". Es müsse ein neuer Maßstab gefunden werden, der die Inzidenz, aber auch die Belastung der Krankenhäuser in den Blick nehme, sagte er den Zeitungen. "Das sollte bundeseinheitlich zwischen den Ländern vereinbart werden."

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Landsberg: Flickenteppich vermeiden

Es müsse vermieden werden, "dass in einem Land die Restaurants wieder schließen, weil die Inzidenz über 100 steigt und in einem anderen Land dies schon bei 50 oder erst bei 150 erfolgt", sagte Landsberg. Deutschland werde sich zudem von der Entwicklung in anderen europäischen Ländern nicht abkoppeln können.

Landsberg erhöhte auch den Druck in der Debatte um Kinderimpfungen.

Wir hoffen sehr, dass die Ständige Impfkommission demnächst auch eine Empfehlung für die Impfungen von zwölf bis 16-jährigen Kindern und Jugendlichen ausspricht
Gerd Landsberg

"Das könnte eine deutliche Entlastung für die Schule bedeuten", sagte er. Darüber hinaus seien in den Schulen "möglichst tägliche Tests" notwendig, damit der Regelunterricht nicht gleich wieder beendet werden müsse.

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Mehr Freiheiten für Geimpfte?

Zugleich rief der Städte- und Gemeindebund dazu auf, die Menschen mit neuen Freiheiten von der Corona-Impfung zu überzeugen. "Zur Erhöhung der Akzeptanz von Impfangeboten sollte noch deutlicher betont werden, dass vollständig geimpfte Personen zum Beispiel bei Veranstaltungen, bei Restaurantbesuchen oder auch bei Hotelaufenthalten außer Abstand und Maskenpflicht keine zusätzlichen Belastungen erfahren dürfen", sagte Landsberg den Zeitungen.

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Als weiteres Beispiel nannte der Hauptgeschäftsführer das Reisen. Vollständig geimpfte Personen dürften auch bei der Rückkehr aus Hochrisikogebieten "dauerhaft" keine Beschränkungen wie Quarantäne erfahren. "Gerade bei den reisefreudigen Deutschen kann das ein zusätzlicher Anreiz sein, sich impfen zu lassen", sagte Landsberg.

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