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Appell von Steinmeier - Homeoffice "nötiger denn je"

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Es war eine klare Aufforderung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Gewerkschaften und Arbeitgebern. Sie rufen dazu auf, dass mehr Menschen von zu Hause arbeiten.

In einer Ansprache warb Bundespräsident Steinmeier für mehr Arbeit im Homeoffice. Es erkrankten noch immer zu viele Menschen an Corona – auch durch Kontakte am Arbeitsplatz.

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Trotz strenger Corona-Maßnahmen liegen die Infektionszahlen immer noch auf hohem Niveau. Welche Rolle dabei das regelmäßige Pendeln zur Arbeit und die Präsenz am Arbeitsplatz zu tun hat, darüber ist diese Woche heftig diskutiert worden.

Nun hat sich auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit einem Appell an die Bevölkerung gewandt: "Wir müssen auch die Kontakte wo irgend möglich am Arbeitsplatz reduzieren."

Weniger ist mehr, gerade in diesen Tagen.
Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

Auch Arbeitgebervertreter fordert mehr Homeoffice

Zusammen mit DGB-Chef Reiner Hoffmann und Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger appellierte er für die stärkere Nutzung von Homeoffice in Zeiten der Pandemie. Es sei bereits in vielen Betrieben Homeoffice ermöglicht worden, sagt Dulger. Doch es könne noch mehr getan werden.

Hier sind wir alle gefordert.
Rainer Dulger, Arbeitgeberpräsident

Deshalb appellierte er an alle Unternehmer, Unternehmerinnen, Personalverantwortliche sowie Führungskräfte: "Ermöglichen Sie ihren Beschäftigen Homeoffice wo immer das möglich ist und wo immer das Sinn macht."

Rechte, Pflichten, Forderungen - Homeoffice: Wichtigste Fragen und Antworten 

Gibt es ein Recht auf Homeoffice? Und was ist mit Risikogruppen? Hier finden Sie Antworten.

Videolänge
37 min

Nicht überall ist Homeoffice möglich

Steinmeier, Hoffmann und Dulger betonten, dass ihnen bewusst sei, dass nicht überall Homeoffice möglich ist. "Für Familien kann Homeoffice und Homeschooling eine große Belastung sein und längst nicht jede und jeder hat überhaupt die Möglichkeit, von Zuhause zu arbeiten", sagte Steinmeier. Er dankte den Menschen im Gesundheitswesen, der Produktion, Industrie, Logistik und Handel.

Solidarität heißt heute Abstand halten.
Rainer Hoffmann, DBG-Chef

"Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, dass aus dieser Gesundheitskrise sich keine soziale Krise verfestigt", sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann.

Forderung nach Homeoffice-Pflicht

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten die Wirtschaft bei ihren Beratungen Anfang Januar "dringend gebeten", großzügige Homeoffice-Möglichkeiten zu schaffen, um bundesweit den Grundsatz "Wir bleiben zu Hause" umsetzen zu können.

Die Forderung nach einer Homeoffice-Pflicht wird immer lauter. ZDFheute live diskutiert darüber mit Grünen-Politikerin Laura Sophie Dornheim und ZDF-Rechtsexperte Christian Deker.

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Inzwischen gibt es aber Forderungen über zusätzliche Vorgaben, um dies stärker durchzusetzen - auch, um Gedränge in Bussen und Bahnen im Berufsverkehr zu vermeiden.

CDU-Wirtschaftsrat ist skeptisch

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt etwa forderte dort, wo es möglich sei, eine Pflicht für Arbeitgeber, Beschäftigten Homeoffice zu erlauben. In der Wirtschaft stoßen strengere Regelungen auf Ablehnung. Auch Linke und SPD Fordern stärkere Regulierungen.

Der CDU-Wirtschaftsrat warnte vor einem vollständigen Herunterfahren der Wirtschaft. "Wenn wie im vergangenen Frühjahr die globalen Lieferketten durch einen Lockdown erneut unterbrochen werden, droht eine tiefe Wirtschaftskrise mit Massenarbeitslosigkeit", sagte die Präsidentin des Wirtschaftsrates, Astrid Hamker, der Funke-Mediengruppe.

Ein Prozent mehr Homeoffice könnte die Corona-Infektionsrate um bis zu acht Prozent senken. "#machtbueroszu", fordern daher viele in den sozialen Medien, denn ein Recht auf Arbeiten daheim gibt es bisher nicht.

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Aktuelles zur Coronavirus-Krise

Jens Spahn

Letzte Pressekonferenz mit RKI - Coronas Werk und Spahns Beitrag 

Sie gehören zum Freitag wie die Maske zur Pandemie: die Pressekonferenzen von RKI-Chef Wieler und Gesundheitsminister Spahn. Jetzt ist Schluss. Letzte Chance für Rechtfertigungen.

von Kristina Hofmann
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