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Fernsehansprache zu Ostern : Steinmeier sieht "Krise des Vertrauens"

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Bundespräsident Steinmeier hat die Bürger aufgerufen, sich in der Corona-Krise noch einmal zusammenzuraufen. Die Politik mahnt er zu besserem und transparenterem Krisen-Management.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bürger mitten in der dritten Welle ermuntert, der Pandemie gemeinsam die Stirn zu bieten. Steinmeier rief in einer Fernsehansprache dazu auf, sich zusammenzuraufen noch einmal das Beste aus sich herausholen.

Empören wir uns nicht nur über die anderen oder über die da oben. 

Gleichzeitig zeigte Steinmeier Verständnis für die Enttäuschung über die Politik in der Corona-Krise: Es sei zwar viel gelungen in der Bekämpfung der Pandemie, aber einiges falsch gelaufen. Er nannte die Beispiele Testen, Impfen und digitale Lösungen.

Bundespräsident mahnt die Politiker

Steinmeier betonte, dass es bei vielen Menschen in Deutschland mittlerweile um die blanke Existenz gehe, deshalb verstehe er die Ungeduld vieler.

Sie leisten viel, und Sie verzichten auf viel.

Er erwarte, dass die kommenden Wochen noch einmal herbe Einschränkungen mit sich bringen. Und gerade in dieser Situation könnten die Bürger von der Politik erwarten - und fordern, dass sie sich zusammenraufe.

Parteiinteressen, Koalitionszwänge oder Umfragewerte dürften derzeit keine Rolle spielen - es gehe allein um die effektive Bekämpfung der Pandemie. Dabei mahnte der Bundespräsident verständliche und pragmatische Regelungen an.

Mängel nach der Corona-Krise aufarbeiten

In der Krise seien die Mängel im System offenkundig geworden - Überregulierung oder Schuldzuweisungen. All das müsse nach der Corona-Krise aufgearbeitet werden, forderte Steinmeier. Derzeit gebe es eine "Krise des Vertrauens". "Vertrauen - das beruht in einer Demokratie auf einer sehr fragilen Übereinkunft zwischen den Bürgern und ihrem Staat: Du, Staat, tust Deinen Teil; ich Bürger tue meinen", sagte er.

Es gebe aber auch genug Grund für Selbstvertrauen. Steinmeier verwies darauf, dass in Deutschland ganz wesentlich zu der Entwicklung von Impfstoffen beigetragen worden sei - in Rekordzeit, betonte er.

Er appellierte an alle Bürger, sich impfen zu lassen. Er vertraue ausdrücklich allen in Deutschland zugelassenen Impfstoffen - offenbar ein Verweis auf die Diskussion um den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca. Steinmeier hatte sich am Donnerstag selbst damit impfen lassen. Ihm mache Mut, dass es bald mehr Impfstoff geben werde und nun die Hausärzte in die Impfkampagne einbezogen werden, sagte Steinmeier.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l) wird im Bundeswehrkrankenhaus mit dem Impfstoff von Astrazeneca gegen das Coronavirus geimpft.

Mit Astrazeneca - Bundespräsident gegen Corona geimpft 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich im Bundeswehr-Krankenhaus in Berlin mit dem Wirkstoff von Astrazeneca impfen lassen.

"Warum muss es immer der Superlativ sein?"

Es laufe nicht alles richtig und nicht alles falsch - er frage sich, warum es in Deutschland immer der Superlativ sein müsse, so der Bundespräsident.

Wir sind nicht Pandemieweltmeister, wir sind aber auch nicht Totalversager.

Steinmeier betonte, dass der Weg aus der Pandemie zwar länger dauere als erhofft. Doch es gebe genug Anlass zur Hoffnung - entscheidend sei, dass alle an einem Strang zögen - Bürger und Politik.

Sehen Sie die Ansprache des Bundespräsidenten ab 19:18 Uhr im ZDF-Hauptprogramm und hier als Livestream.

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02.02.2023
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Videolänge
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