Sie sind hier:

Corona-Impfung - Was die Impfkommission empfiehlt

Datum:

Pflegeheim-Bewohner und Personal von Notaufnahmen, Transplantationsmedizin und Altenpflege: Sie sollen auf Empfehlung der Impfkommission zuerst gegen Corona geimpft werden.

Als Rechtsgrundlage für eine Priorisierung bei der Corona-Impfung will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Freitag eine Impfverordnung unterzeichnen.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat ihre Empfehlung für die Reihenfolge der voraussichtlich bald möglichen Impfungen gegen das Coronavirus veröffentlicht.

Demnach sollen über 80-Jährige sowie Bewohner von Alten- und Pflegeheimen zuerst immunisiert werden. "Der alles entscheidende Risikofaktor für eine schwere Covid-19-Erkrankung ist das hohe Alter", sagte der Vorsitzende der Stiko, Thomas Mertens.

Durch eine zielgerichtete Impfung dieser Gruppen könnten die meisten Krankenhauseinweisungen verhindert und die Kliniken damit spürbar entlastet werden, erklärte er.

"Ich rate zur Impfung", so Prof. Ulrike Haug vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie. Es gebe aber auch unbeantwortete Fragen zum Arzneimittel.

Beitragslänge:
6 min
Datum:

Erste Gruppe:

  • Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen
  • Menschen über 80 Jahre
  • Zudem aufgeführt wird medizinisches Personal mit besonders hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen wie Notaufnahmen und in der Betreuung von Corona-Patienten sowie
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit engem Kontakt zu Risikogruppen in der Behandlung von Blutkrebs und der Transplantationsmedizin
  • Genannt werden weiter Pflegepersonal in der ambulanten und stationären Altenpflege sowie andere Tätige in Senioren- und Altenheimen mit Kontakt zu Bewohnern.


Diese Gruppe wird auf 8,6 Millionen Menschen geschätzt.

Infografik: Corona-Massenimpfungen
Infografik: Corona-Massenimpfungen

Zweite Gruppe:

In einer zweiten Stufe werden genannt:

  • 75- bis 79-Jährige
  • Bewohner von Demenzeinrichtungen, geistig Behinderte
  • Menschen mit Downsyndrom
  • Personal in stationären oder ambulanten Diensten in Einrichtungen für Demenzkranke oder geistig Behinderte
  • medizinisches Personal mit besonders hohem Expositionsrisiko.


Auch bei ihnen gilt das Risiko als "hoch". Ihre Zahl wird auf 7 Millionen Personen geschätzt.

Dritte Gruppe:

  • zwischen 70 und 74 Jahre alt
  • Personen nach Organtransplantationen
  • mit Vorerkrankungen mit hohem Risiko
  • die Kontakt mit Schwangeren haben


Rund 5,7 Millionen Menschen sind in dieser Gruppe.

Vierte Gruppe:

  • 65- bis 69-Jährige
  • Lehrkräfte, Erzieherinnen
  • Menschen mit prekären Arbeits- und Lebensbedingungen - zum Beispiel Inhaftierte, Saisonarbeiter, Beschäftigte in Verteilzentren oder der fleischverarbeitenden Industrie


Geschätzt sind das etwa 6,9 Millionen Menschen.

Fünfte Gruppe:

  • 60- bis 64-Jährige
  • Personal in Schlüsselpositionen der Landes- und Bundesregierungen sowie
  • Mitarbeiter im Einzelhandel und der
  • "kritischen Infrastruktur" wie Polizei, Feuerwehr und Öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV).

Stufe 5 entspricht rund 8,4 Millionen Menschen.

Sechste Gruppe:

Letzte Impf-Priorität haben demnach alle übrigen unter 60 Jahre, was etwa 45 Millionen Menschen entspricht.

"Mittelfristig ist es das Ziel, allen Menschen einen gleichberechtigten Zugang zu einer Impfung gegen Covid-19 anbieten zu können", erläuterte die Stiko. Die Empfehlung solle künftig auch nach Verfügbarkeit von mehr Impfstoffen aktualisiert werden, dabei könnten auch Zielgruppen angepasst werden.

Forscher laufen auf eine Zielgerade zu, hinter der eine Spritze steht, die den Corona-Impfstoff symbolisiert.u

Wettlauf um Corona-Schutz - Diese Firmen liegen im Impfstoff-Rennen vorn 

Die Impfstoff-Suche hat den wohl größten Wettlauf ausgelöst, den die Wissenschaft je gesehen hat. Die ersten Vakzine sind bereits zugelassen, welche kommen noch dazu?

von Simon Haas, Robert Meyer

Anti-Corona-Maßnahmen bleiben zunächst "essentiell"

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, betonte, es werde dauern, bis ein relevanter Teil der Bevölkerung durch die Impfung vor Covid-19 geschützt sei. Außerdem sei bislang unklar, in welchem Maße die Impfung auch Übertragungen des Virus verhindert oder zumindest reduziert. Um Infektionen zu vermeiden, blieben Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen, Abstandhalten und Alltagsmaske "weiter essentiell", sagte Wieler.

Die zum Robert Koch-Institut gehörende Impfkommission hat die Empfehlungen für die Impfstrategie gegen die Corona-Pandemie in Zusammenarbeit mit der Wissenschaftsakademie Leopoldina und dem Deutschen Ethikrat erarbeitet. Ziel ist eine möglichst gerechte und effiziente Verteilung des Impfstoffs, der im Fall einer Zulassung zunächst nur in begrenzter Menge zur Verfügung stehen wird.

Die Zulassung eines möglichen Corona-Impfstoffs läuft in Deutschland auf Hochtouren. Doch bevor der Impf-Marathon beginnen kann, müssen letzte Fragen beantwortet werden: wie genau wirkt die Impfung? Sind Nebenwirkungen zu erwarten?

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Zulassung vor Weihnachten, Impfbeginn am 27. Dezember?

Die erste EU-Zulassung für einen Impfstoff gegen das Coronavirus könnte noch vor Weihnachten kommen. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hatte mitgeteilt, dass sie am 21. Dezember über den Antrag für das Mittel von Biontech und Pfizer befinden will.

Über die Zulassung entscheidet danach die EU-Kommission. Bleibt es bei dem Termin, geht Gesundheitsminister Spahn von einem Start der Impfungen in Deutschland am 27. Dezember aus.

Bundesgesundheitsminister Spahn hat seine Länder-Kollegen über den Biontech-Impfstoff informiert. Am 27. Dezember soll es dann mit den Impfungen losgehen.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

Im Eingang eines Impfzentrums in Lissabon in Portugal warten Menschen auf ihre Impfung.

Nachrichten | heute journal - Hohe Impfbereitschaft in Portugal 

Portugal impft im Eiltempo, nur 3 Prozent der Bevölkerung will sich nicht impfen lassen. Das liegt nicht nur am Gemeinschaftsgefühl der Portugiesen, oder an der Wucht vergangener Corona-Wellen, …

21.09.2021
von Anne Arend
Videolänge
2 min
Baden-Württemberg, Stuttgart: Ein gastronomischer Betrieb weist auf einem Schild auf die 3G-Pflicht für den Innenbereich hin. Bei Erreichen von Warnstufen kann nun auch eine 2G-Regelung in Kraft treten. (Archivbild)

Nachrichten | heute - Neue Corona-Maßnahmen in Kraft 

Aus Sorge vor steigenden Infektionszahlen im Herbst gibt es in mehreren Bundesländern schärfere Corona-Regeln. Werden Warnstufen überschritten, könnte es zu 2G-Regelungen kommen.

16.09.2021
von S. Class / L. Schwalb
Videolänge
1 min
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.