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Flächendeckende Tests : Giffey fordert Corona-Tests für Kita-Kinder

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Die Inzidenzwerte steigen - Familienministerin Giffey fordert nun Corona-Tests auch für Kita-Kinder. Die Tests sollen die Eltern vor dem Besuch der Kindertagesstätte durchführen.

Archiv: Eine Kita in Düsseldorf am 18.04.2016
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat sich dafür ausgesprochen, auch Kita-Kinder verstärkt auf Corona zu testen.
Quelle: dpa

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat flächendeckende Corona-Tests auch für Kita-Kinder gefordert. "Die Inzidenzwerte bei Kita-Kindern sind in den vergangenen Tagen nachweisbar angestiegen", erklärte Giffey am Montag in Berlin. Deshalb sei es notwendig, alle Altersstufen bei den Selbsttests in Schulen und Kitas zu berücksichtigen.

Giffey: Eltern sollen Test durchführen

Dabei müssten Kita-Kinder "stärker in den Blick genommen werden". Es reiche nicht, allein die Erwachsenen und das Personal in den Einrichtungen regelmäßig zu testen, erklärte Giffey.

Wenn wir die Kindertagesbetreuung in Kitas und in der Kindertagespflege aufrecht erhalten wollen, werden wir nicht umhin kommen, auch die Kinder zu testen.
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey

Dies sollte durch die Eltern vor dem Besuch der Einrichtung geschehen. Die Ministerin warb dafür, Ängste vor solchen Tests für Kinder zu entkräften. "Es gibt gut handhabbare Tests, bei denen es reicht, wenn mit dem Stäbchen im vorderen Bereich der Nase ein Abstrich genommen wird", erklärte sie. "Das kitzelt ein wenig in der Nase und ist für Kinder gut anwendbar."

Entscheidend ist, dass alle Kitas schnellstens mit diesen Tests versorgt werden, damit sie den Familien diese mit einer Anleitung mitgeben können und sowohl für die Kinder als auch für das Personal mehr Sicherheit gewährleistet ist.
Franziska Giffey

Die Bundesländer stellen inzwischen in unterschiedlichen Mengen Selbsttests für Lehrkräfte, Kita-Personal und auch Schüler zur Verfügung. Für Kita-Kinder hatte Sachsen-Anhalt angekündigt, bis Ostern 300.000 Tests bereitzustellen und zugleich erklärt, damit bundesweit eine Vorreiterrolle einzunehmen.

Ministerin fordert mehr Kinderkrankentage

Sollte es dennoch zu Schließungen oder Nichtöffnungen von Einrichtungen kommen, müsse es eine Ausweitung der Kinderkrankentageregelung geben, erklärte Giffey. Ziel müsse es sein, dadurch jene Eltern, die keine Betreuungsmöglichkeit für ihre Kinder haben, auch über die bisher gewährten 40 Tage pro Kind hinaus zu unterstützen.

Eine dritte Corona-Welle zeichnet sich ab. Die deutschlandweite Inzidenz steigt auf 90, ebenso die Zahl der Neuinfektionen und der Intensiv-Betten. Gleichzeitig nimmt die Inzidenz bei Kindern rapide zu. Experten raten zu einem erneuten Lockdown.

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Bei den heutigen Bund-Länder-Beratungen über die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird es auch um die Frage der Maßnahmen an Kitas und Schulen gehen. Auf dem Tisch liegt derzeit der Vorschlag, Schulen und Kitas zu schließen oder gar nicht zu öffnen, sofern Erzieher, Lehrer und Schüler oder betreute Kinder nicht zweimal pro Woche getestet werden könnten. Ab einer Inzidenz von 200 könnte es demnach auch eine Schließung von Schulen und Kitas geben.

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