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Astrazeneca kürzt Lieferungen - Thüringen stoppt Terminvergabe für Impfungen

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Wegen drastischer Lieferprobleme beim Astrazeneca-Impfstoff stoppt Thüringen vorerst die Terminvergabe für Impfungen. Auch der Start von Impfungen bei Hausärzten wird verschoben.

Astrazeneca hat drastische Lieferprobleme – Thüringen vergibt daher vorerst keine Impftermine mehr. Zudem wird der Start von Impfungen bei Hausärzten verschoben.

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Wegen Lieferproblemen beim Pharmakonzern Astrazeneca stoppt Thüringen vorerst die Terminvergabe für Corona-Impfungen. Auch ein Modellprojekt für Impfungen bei Hausärzten wird verschoben. Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) bezeichnete die angekündigte Lieferkürzung als "absolut inakzeptabel".

Thüringen erhält nur 9.600 statt 31.200 Astrazeneca-Impfdosen

Der Hersteller Astrazeneca hatte am Freitag angekündigt, statt der zuletzt anvisierten 220 Millionen Dosen sollen nur noch 100 Millionen bis zur Jahresmitte an die EU-Staaten zu liefern. Der Konzern begründete dies unter anderem mit Exportbeschränkungen.

Nach Thüringen sollten kommende und die darauffolgende Woche 31.200 Astrazeneca-Impfdosen geliefert werden. Laut Gesundheitsministerium werden es nun nur noch 9.600 sein.

Steigende Fallzahlen und gleichzeitig zunehmende Impfungen. RKI-Chef Wieler appelliert an die Menschen durchzuhalten. Die Lage bleibt angespannt. Hinzukommt der Impfstopp mit dem Astrazeneca-Vakzin in mehreren Ländern. Was hat es damit auf sich?

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Jens Spahn soll handeln

Werner kritisierte insbesondere auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der die Länder im Februar aufgefordert habe, keine Astrazeneca-Impfstoffdosen zurückzuhalten, weil die Liefermengen sicher seien.

Genau das haben wir getan und jede einzelne Impfdosis verplant. Jetzt zwingt uns die Ankündigung aus dem Bundesgesundheitsministerium zu einem Stopp unserer Terminvergabe und zur Verschiebung der Einbindung der Hausärzte.
Heike Werner, Gesundheitsministerin in Thüringen

Dies sei mehr als ärgerlich. "Damit ist auch der letzte Funke an Vertrauen in verbindliche Zusagen erloschen. Ich fordere den Bundesgesundheitsminister auf, sofort zu intervenieren."

Spahn hatte am Freitag vor Journalisten in Berlin gesagt, es sei generell schwierig, verlässliche Angaben über die Liefermengen von Astrazeneca zu bekommen. Im Gegensatz zu Biontech würden diese häufig von den Ankündigungen abweichen.

RKI-Chef Wieler äußerte sich heute besorgt zu den ansteigenden Corona-Neuinfektionen. Die Impfung bleibe das mächtigste Werkzeug im Kampf gegen das Virus. Sobald mehr Impfstoff vorhanden sei sollen Arztpraxen impfen können, spätestens Mitte April.

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Hausärzte können nun bei Impfungen nicht eingebunden werden

Ursprünglich sollte noch im März in Thüringen ein Modellprojekt starten, bei dem erstmals auch Hausärzte Corona-Impfungen durchführen sollten. Ziel des Projektes war es, vor allem ältere Menschen zu Hause zu impfen, die nicht in einer Einrichtung leben und denen es zudem schwer fällt, in die Impfzentren zu kommen.

Dieses Vorhaben kann nun im März nicht mehr starten. Auch die Eröffnung von zwei überregionalen Impfzentren im Norden und im Süden Thüringens nach Ostern liegt damit erst einmal auf Eis.
Heike Werner

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sollten dafür 10.800 Moderna-Impfdosen verwendet werden, deren Lieferung in der kommenden Woche erwartet werden. Nun müssen aber für bereits gebuchte Impftermine, bei denen Astrazeneca-Dosen genutzt werden sollten, die Impfstoffe von Biontech/Pfizer oder Moderna verwendet werden. Außerdem stoppte das Ministerium noch am Freitag die Vergabe für die letzten offenen Termine im Ostthüringer Impfzentrum in Gera.

RKI-Chef sieht dritte Welle - Wieler: "Impfung mächtigstes Werkzeug" 

Rasant zunehmende Infektionen bei Unter-15-Jährigen, mehr Fälle in Kitas - Gesundheitsminister Spahn und RKI-Chef Wieler sind alarmiert. Mächtigstes Werkzeug sei die Impfung.

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von Nicola Frowein

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