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Öffnung für Fremdenverkehr - Tourismus: Welche Länder jetzt vorpreschen

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Bayern öffnet zu Pfingsten für Touristen. Doch nicht nur der Freistaat plant derlei Lockerungen, auch andere Bundesländer planen oder prüfen Öffnungsschritte.

Touristen stehen an einer Aussichtsplattform unterhalb des Schlosses Neuschwanstein, aufgenommen am 03.09.2020 in Schwangau
Bald wieder möglich: Ausflug nach Bayern zum Schloss Neuschwanstein
Quelle: dpa

Angesichts sinkender Corona-Neuinfektionsraten haben mehrere Bundesländer eine vorsichtige Öffnung für Touristen angekündigt:

Bayern

So sollen in Bayern Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze in Kreisen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 ab dem 21. Mai öffnen dürfen.

Mit Beginn der Pfingstferien - Bayern lockert für Touristen ab 21. Mai 

Markus Söder prescht vor: In Bayern sollen bereits ab nächster Woche Biergärten und Kinos öffnen dürfen. Später soll auch Urlaub erlaubt sein - wenn die Zahlen stimmen.

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Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern erlaubt vollständig geimpften Tagesausflüglern und Zweitwohnungsbesitzern aus anderen Bundesländern wieder die Einreise. Ansonsten gilt der Lockdown bis 22. Mai. Eine Woche vorher wolle das Kabinett beraten, wie es danach weitergeht.

Niedersachsen

Niedersachsen kündigte ebenfalls schon an, in Regionen mit niedrigen Infektionszahlen unter Auflagen Handel, Gastronomie und Tourismus zu öffnen. Der Tourismus werde für voraussichtlich drei Wochen zunächst nur für Einwohner Niedersachsens geöffnet, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

Rheinland-Pfalz

Das rheinland-pfälzische Kabinett will sich am Freitag mit Öffnungsschritten befassen. Dabei werde es etwa um den kontaktarmen Urlaub in den Pfingstferien gehen, also etwa in einer Ferienwohnung oder auf einem Campingplatz mit eigener sanitärer Anlage, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD).

Schleswig-Holstein

Im nördlichsten Bundesland ist der Tourismus bereits am 19. April angelaufen - allerdings regional begrenzt. Mit strikten Vorgaben ging es in der Schleiregion um Schleswig und Kappeln sowie in Eckernförde los. Nordfriesland legte am 1. Mai los, Sylt und die anderen Inseln inklusive. Büsum in Dithmarschen als Modellprojekt startet am 10. Mai, das Modellprojekt Lübecker Bucht am 8. Mai.

Einige Länder haben vorsichtige Lockerungen angekündigt.

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Voraussetzung für die Modellprojekte sind Corona-Inzidenzen stabil unter der Marke von 100 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner. Gäste müssen mit frischem Negativ-Test kommen und diesen am Zielort binnen weniger Tage wiederholen. Und bald zieht das ganze Bundesland nach: Ab dem 17. Mai dürfen gegen das Coronavirus Geimpfte ebenso wie Genesene und Getestete unter strengen Vorgaben landesweit in Beherbergungsbetrieben übernachten

Lauterbach hält Sommerurlaub für möglich

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach rechnet für Juni/Juli mit weniger als 50 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Lauterbach sagte dazu der "Passauer Neuen Presse":

Wenn wir dann vorsichtig bei Öffnungen vorgehen, steht einem Sommerurlaub nichts mehr im Wege, wenn auch immer noch mit bestimmten Auflagen.
Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), der derzeit Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, forderte eine bundesweite Absprache über Urlaubsmöglichkeiten in den Sommerferien.

Das Bundeskabinett hat eine Verordnung auf den Weg gebracht, mit der vollständig Geimpfte und Genesene einer Corona-Infektion wichtige Freiheitsrechte zurückbekommen.

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Lambrecht: Mehr Öffnungen bei sinkender Inzidenz

Auch beim Thema Lockerungen für Geimpfte und Genesene waren die Bundesländer vorangegangen. Doch ab diesem Wochenende könnte es einheitlichere Regeln geben: Die schwarz-rote Bundesregierung beschloss am Dienstag eine entsprechende Verordnung und machte damit den Weg für einen schnellen Beschluss in Bundestag und Bundesrat frei. Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) kündigte im ZDF heute journal an:

Es wird in Zukunft so sein, dass geimpfte und genesene Menschen keine Einschränkungen mehr haben werden bei Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen.

Die Bundesjustizministerin zeigt sich im Gespräch mit Bettina Schausten optimistisch, dass Herdenimmunität im Herbst erreicht werden könne. Bis dahin wird es für Geimpfte Lockerungen geben.

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Zudem erklärte die Ressortchefin, wenn die Inzidenzzahlen zurückgingen, sei es auch möglich, weitere Öffnungsschritte zu gehen. Sie bekräftigte zugleich, es werde keinen Impfzwang geben. "Es gibt Menschen, die wollen das nicht, es gibt auch Menschen, die können sich nicht impfen lassen."

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