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Sorge wegen Delta-Variante - Regeln für Reiserückkehrer auf dem Prüfstand

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In Deutschland ist die Lage stabil, doch in einigen Ländern sorgt die Delta-Variante für steigende Corona-Zahlen. Der Ruf nach strengeren Regeln für Reiserückkehrer wird lauter.

Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich aus: Politiker und Wissenschaftler wollen strengeren Einreisebestimmungen und Quarantäne für Urlaubsrückkehrer.

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Angesichts der Ausbreitung der ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus in Europa haben die Staatskanzleichefs der Länder mit der Bundesregierung über den Umgang mit Reiserückkehrern beraten. Offenbar kommen auf Reisende vorerst keine schärferen Corona-Regeln bei der Einreise oder Rückkehr nach Deutschland zu. Das berichteten die Nachrichtenagenturen dpa und Reuters, die sich auf Teilnehmer der Gespräche beriefen. Demnach soll die geltende Einreiseverordnung nicht kurzfristig geändert werden. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.

Bundesregierung gegen Grenzkontrollen im Schengenraum

Mehrere Ministerpräsidenten hatten schärfere Bestimmungen gefordert, um eine erneute Verschärfung der Corona-Lage zu verhindern. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach sich am Montag aber klar gegen Grenzkontrollen aus, wie sie im vergangenen Jahr vorübergehend eingeführt worden waren. Grenzkontrollen seien "etwas sehr Hartes", sagte sie vor der Deutsch-Französischen Parlamentarierversammlung.

Sie sei der Meinung, "dass sich so etwas nicht wiederholen sollte". Im Kampf gegen die Pandemie müsse es in Europa eine enge regionale Abstimmung geben, sagte Merkel. "Wir wissen auch um die Bewährungsprobe, die Maßnahmen des Infektionsschutzes für unser Europa ohne Grenzen bedeuten können."

Deutschland hat Portugal als Virusvariantengebiet eingestuft. Reiserückkehrer müssen nun trotz Impfung oder überstandener Infektion für 14 Tage in Quarantäne.

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Auch der für den Grenzschutz zuständige Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sieht "momentan keine Veranlassung für stationäre Grenzkontrollen", wie ein Sprecher sagte. Das Gesundheitsministerium erklärte ebenfalls, es sei "zurzeit keine Änderung der Einreiseverordnung" geplant.

Quarantäne für Nicht-Geimpfte aus Risikogebieten gefordert

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte kritisiert, dass bei Einreisen aus Risikogebieten derzeit ein Antigen-Test reiche, um Quarantäne zu vermeiden. Stattdessen sollten alle nicht geimpften Reiserückkehrer aus Risikogebieten und Hochinzidenzgebieten grundsätzlich in Quarantäne gehen. Diese solle frühestens nach fünf Tagen bei einem negativen PCR-Test aufgehoben werden dürfen, sagte Tschentscher der "Welt".

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte im ZDF gesagt, die Stichproben, die im Moment von der Bundespolizei umgesetzt werden, reichten nicht. Auf die Frage, was gegen eine Quarantäne von Reisenden aus Risikogebieten spreche, bekräftigte der Sprecher des Innenressorts, Bund und Länder seien zu diesen Fragen im Gespräch.

Michael Müller bei "maybrit illner"

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Landsberg gegen strengere Regeln

Der Städte- und Gemeindebund lehnt strengere Regeln für Reiserückkehrer ab. "Wichtiger als eine Anpassung der Einreiseverordnung ist die Kontrolle der bestehenden Regelungen zur Einreiseanmeldung und Quarantäne", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Mitarbeiter einer Fluggesellschaft warten am Flughafen Frankfurt. Archivbild

Verschärfte Reiseauflagen - Das sind derzeit Corona-Hochinzidenzgebiete 

Wegen hoher Corona-Zahlen hat die Regierung viele Länder als Hochinzidenzgebiete eingestuft. Auch für Virusvarianten-Gebiete gelten verschärfte Einreiseregeln.

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