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Ärztepräsident zu Corona - Reinhardt mahnt zu Vernunft an Weihnachten

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Ärztepräsident Klaus Reinhardt mahnt die Bevölkerung zur Vernunft an Weihnachten. Angesichts hoher Corona-Infektionszahlen solle man lieber im kleinen Kreis feiern.

Ärztepräsident Klaus Reinhardt während einer Besprechung im Hauptsitz der Ärztekammer in Berlin.
Ärztepräsident Reinhardt warnt vor zu großem Vertrauen in negative Corona-Testergebnisse.
Quelle: dpa

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat die Bevölkerung aufgefordert, auch beim Einsatz von Schnelltests die Corona-Regeln einzuhalten.

Reinhardt: Corona-Tests haben ihre Berechtigung

Diese Tests hätten in der Pandemiebekämpfung unter ärztlicher Begleitung und bei professioneller Probenentnahme durchaus ihre Berechtigung, sagte er der "Rheinischen Post".

"Aber ich warne vor einer Scheinsicherheit dieser Testergebnisse: Ein negatives Testergebnis, beispielsweise vor Familienfeiern, darf nicht zu einem sorglosen Umgang verleiten," so Reinhardt. Negative Testergebnisse seien immer nur eine Momentaufnahme und können am nächsten Tag schon positiv ausfallen.

Lüften oder testen - was rät der Virologe? ZDFheute live klärt mit Dr. Martin Stürmer, was an den Feiertagen zählt. Sven Rieken stellt sich in die Schlange einer Teststation.

Beitragslänge:
32 min
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Lage in Krankenhäusern weiter kritisch

Angesichts hoher Corona-Infektionszahlen und der angespannten Lage in den Krankenhäusern sollte sich auch jeder kritisch fragen, ob er wirklich die gesetzlichen Höchstgrenzen für Zusammenkünfte ausreizen müsse, sagte Reinhardt weiter.

Eine dritte, noch stärkere Infektionswelle, würde unser Gesundheitssystem überlasten. Jeder einzelne kann dazu beitragen, das zu verhindern.
Klaus Reinhardt

Auch der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens, appellierte an die Bevölkerung, Kontakte über Weihnachten zu meiden.

"Wir Intensivmediziner bitten die Leute dringend, an Weihnachten lieber nicht Oma und Opa zu besuchen, sondern wirklich zu Hause zu bleiben. Nur maximale Kontaktbeschränkungen können verhindern, dass wir im Januar eine dritte Welle bekommen", sagte Janssens der "Rheinischen Post".

Janssens sieht Politik in der Verantwortung

Für die zugespitzte Lage in Deutschland sieht Janssens die Politik in der Verantwortung. "Es mussten erst 600 Menschen pro Tag an Corona versterben, dass ein Umdenken und Einleiten von durchgreifenden Maßnahmen erfolgte - eigentlich zu spät", so Janssens.

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