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Virus-Variante B.1.617 : WHO: Indische Mutante "besorgniserregend"

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Die WHO hat die in Indien entdeckte Coronavirus-Mutante als "besorgniserregend" eingestuft. Es gebe Hinweise, dass "B.1.617" ansteckender sei, so Corona-Expertin Van Kerkhove.

Indien: Corona-Test wird in Hyderabad durchgeführt.
Das Coronavirus hat bereits tausende Mutationen durchlaufen, einige davon sind bedenklicher als andere.
Quelle: ap

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die in Indien aufgetretene Mutante des Coronavirus als "besorgniserregende Variante" eingestuft. Das gab die leitende WHO-Wissenschaftlerin Maria Van Kerkhove am Montagabend bekannt. Bislang hatte die UN-Behörde in Genf nur die sogenannten britischen, südafrikanischen und brasilianischen Varianten so bezeichnet.

Hohe Übertragbarkeit der indischen Mutante

In Indien stecken sich täglich Hunderttausende mit dem Virus an. Seit Beginn der Pandemie sind in dem Land gut 22,6 Millionen Infektionen gezählt worden. "Vorliegende Informationen weisen auf eine erhöhte Übertragbarkeit" der indischen Variante mit der Bezeichnung B.1.617 hin, sagte Van Kerkhove.

Nach vorläufigen Studienergebnissen könnte zudem das menschliche Immunsystem weniger stark auf diese Variante reagieren, sagte sie.

Zwei Kategorien von Covid-Mutanten

Covid-Varianten werden von der WHO in zwei Kategorien einteilt: Varianten unter Beobachtung ("variants of interest"), die weit verbreitet sind, sowie besorgniserregende Varianten ("variants of concern"). Letztere sind ansteckender oder schwerer bekämpfbar, oder führen zu schwereren Krankheitsverläufen.

Es gebe aber noch keine Hinweise, dass Virustests, Medikamente oder Impfstoffe weniger wirksam gegen die indische Variante seien, sagte Van Kerkhove. Nach WHO-Angaben sinkt die Zahl der Neuinfektionen in den meisten Regionen, einschließlich Europa und dem amerikanischen Kontinent.

Starker Anstieg an Infektionen in Süd- und Südostasien

In Südasien und Südostasien gibt es jedoch weiterhin einen starken Anstieg. Weltweit wurden vergangene Woche mehr als 5,4 Millionen Fälle und fast 90.000 Tote im Zusammenhang mit der Pandemie gezählt.

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