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Bekämpfung medizinischer Krisen : WHO und 23 Länder fordern Pandemie-Abkommen

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Verbesserte Warnsysteme, gerechtere Impfstoff-Verteilung: Die WHO und 23 Länder fordern ein internationales Pandemie-Abkommen - um auf künftige Krisen besser vorbereitet zu sein.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und 23 Staaten - darunter Deutschland - machen sich für ein internationales Pandemie-Abkommen stark. Dies solle dafür sorgen, dass die Welt durch eine stärkere Zusammenarbeit der einzelnen Länder besser auf künftige Pandemien und andere medizinische Krisen vorbereitet sei, heißt es in einem gemeinsamen Aufruf der Staats- und Regierungschefs, den die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" veröffentlichte. Damit solle die Lehre aus den Fehlern im Umgang mit Covid-19 gezogen werden:

Die Covid-19-Pandemie hat uns nachdrücklich und schmerzhaft daran erinnert, dass niemand sicher ist, solange nicht alle sicher sind.
Auszug aus dem Aufruf der Staats- und Regierungschefs

Es werde auch künftig Pandemien und andere schwere Gesundheitskrisen geben, denen sich kein einzelner Staat und keine internationale Organisation allein stellen könne: "Es ist nur eine Frage der Zeit, wann es wieder so weit ist."

Zu den Unterzeichnern zählen unter anderen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, EU-Ratspräsident Charles Michel, Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa und Kenias Präsident Uhuru Kenyatta.

Verbesserte Warnsysteme, gerechtere Impfstoff-Verteilung

Angestrebt würden Verbesserungen von Warnsystemen, bei der gerechten Verteilung von Impfstoffen, Medikamenten und Tests sowie beim Austausch von Daten und Forschungsergebnissen. "Mit diesem Ziel vor Augen sollten die Staaten unserer Überzeugung nach gemeinsam einen neuen völkerrechtlichen Vertrag zu Pandemievorsorge und -bekämpfung ausarbeiten", heißt es in denm Aufruf.

Eine solche neue kollektive Verpflichtung wäre ein Meilenstein auf dem Weg, die Pandemievorsorge auf höchster politischer Ebene voranzubringen.
Auszug aus dem Aufruf der Staats- und Regierungschefs

Er solle Bezug nehmen auf die Satzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie andere wichtige Organisationen einbeziehen.

EU-Ratspräsident Charles Michel hatte die Idee beim G20-Gipfel im November vorgestellt, WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte sich im Januar dahintergestellt.  

Bislang keine Zustimmung von China und den USA

Zustimmung zu den Plänen kam am Dienstag unter anderem auch von Großbritannien und Frankreich, nicht aber von China und den USA. Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hatte der WHO vorgeworfen, China bei einer Vertuschung des wahren Ausmaßes des Corona-Ausbruchs in der Volksrepublik geholfen zu haben. Die WHO weist dies zurück.

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