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Trumps Krisenmanagement absolutes "Desaster"

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Obama zur Corona-Politik der USA - Trumps Krisenmanagement absolutes "Desaster"

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In einem Telefonat mit früheren Mitarbeitern äußerte sich Ex-Präsident Barack Obama sehr kritisch über die Philosophie seines Nachfolgers Donald Trump.

Donald Trump schüttelt Hände mit dem früheren US-Präsidenten Barack Obama und dessen Vize Joe Biden während seiner Vereidigung. Obama geht mit der Politik seiner Nachfolgers hart ins Gericht.
Der frühere US-Präsident Barack Obama geht mit der Politik seines Nachfolgers Donald Trump hart ins Gericht. (Archivbild)
Quelle: Reuters

Lange hatte US-Präsident Donald Trump die Wirkung des Coronavirus heruntergespielt und nicht ernst genommen. Und auch bei der Bekämpfung der Pandemie leistete sich Trump immer wieder Pannen und Fehleinschätzungen. In den Augen seines Vorgängers Barack Obama ist die politische Handhabe der Trump-Regierung während der Corona-Krise alles andere als glücklich.

Es ist ein absolut chaotisches Desaster.
Barack Obama

Das sagte Obama in einer Telefonkonferenz mit früheren Mitgliedern seiner Regierung. Eine Aufnahme der Schalte vom Freitag lag der Nachrichtenwebsite Yahoo News vor. Später berichteten auch andere US-Medien über die Äußerungen. Obama rechnete mit der Ideologie der Trump-Ära ab - und schlug eine Brücke zur aktuellen Krise.

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Obama: Reaktion auf globale Corona-Krise kraftlos

"Was wir bekämpfen, sind diese langfristigen Trends, in denen es darum geht, selbstsüchtig zu sein, gespalten, und andere als einen Feind zu sehen - das ist zu einem stärkeren Impuls im amerikanischen Dasein geworden. Und übrigens, wir erleben das auch international. Das ist teils der Grund, warum die Reaktion auf diese globale Krise bisher so kraftlos und lückenhaft ist", urteilte Obama.

Sogar bei den besten Regierungen sähe es in der aktuellen Situation zwar schlecht aus, doch kritisierte der Expräsident die politische Philosophie der gegenwärtigen US-Führung: "es ist ein Desaster ... diese Haltung des 'Was springt für mich raus' und 'zum Teufel mit allen anderen' - wenn diese Haltung in unserer Regierung zur Betriebsphilosophie wird".

Barack Obama schüttelt Joe Biden die Hand. Archivbild

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Lange schwieg Barack Obama darüber, wen er für den besten Herausforderer von Donald Trump hält. Nun spricht sich der Ex-Präsident für seinen früheren Vize aus.

Aufruf an frühere Mitarbeiter, Joe Biden zu unterstützen

Obama sprach in der Telefonschalte mit 3.000 Mitgliedern der sogenannten "Obama Alumni Association", die aus Personen besteht, die in seiner Amtszeit dienten. Seine Zuhörer forderte Obama auf, seinen früheren Vizepräsidenten Joe Biden zu unterstützen, der Trump aller Voraussicht nach bei der Wahl am 3. November herausfordern wird.

Trump hingegen hat seine Reaktion auf die Corona-Krise wiederholt vehement gegen Kritik verteidigt und sich vielmehr ein gutes Zeugnis ausgestellt.

Ich denke, wir haben Millionen von Leben gerettet.
US-Präsident Donald Trump

Dabei hat er etwa auf seine Einreiseverbote für China und Europa sowie Abstandsregeln zur Infektionsvermeidung verwiesen. Die Maßnahmen hätten weitaus größeren Schaden verhindert, erklärte Trump jüngst.

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