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Laschet über Corona-Maßnahmen - "Eine differenzierte Antwort ist richtig"

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Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Laschet verteidigt im heute journal die unterschiedlichen Corona-Regeln der Bundesländer. Der Föderalismus helfe bei der Corona-Bekämpfung.

Der Föderalismus hat Deutschland im Umgang mit der Corona-Krise sehr geholfen, meint NRW-Ministerpräsident Armin Laschet im Gespräch mit Christian Sievers. Bei Reiserückkehrern sei es wichtig, die Quarantäne zu kontrollieren, so Laschet weiter.

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Der Föderalismus in Deutschland mit seinen unterschiedlichen Regeln in den verschiedenen Bundesländern hilft bei der Bekämpfung der Coronakrise - das ist die Botschaft von Armin Laschet im heute-journal-Interview. Der nordhrein-westfälische Ministerpräsident sagte, das sei auch im europäischen Ausland bereits aufgefallen: "Euer Föderalismus hat euch geholfen, lokal zu agieren", heiße es dort. Bund und Länder hatten sich heute auf neue Regelungen beim Kampf gegen die Pandemie geeinigt.

"Wir haben Länder in Deutschland, insbesondere im Osten, die haben ein, zwei Fälle auf 100.000 Einwohner. Und andere haben 18, 19 Fälle in 100.000 Einwohnern", so Laschet.

Deshalb verstehen die Menschen, dasss man da, wo die Werte niedrig sind, andere Regeln haben kann als da, wo man aufpassen muss.
Armin Laschet, NRW-Ministerpräsident (CDU)

Warum keine generelle Obergrenze von Personen auf privaten Feiern?

Angesprochen auf das Problem von Corona-Infektionen bei Familienfeiern wies Laschet darauf hin, dass in seinem Bundesland Nordrhein-Westfalen gerade einmal fünf Prozent der Infektionen von solchen Feiern stammten. "Die größte Gruppe waren Reiserückehrer oder familiäres Umfeld, wo sich jemand in der Familie ohne Feier angesteckt hat", so Laschet.

Die Zahl der Neuinfektionen steigt seit Wochen. Jetzt reagieren Bund und Länder mit neuen Maßnahmen und sind dabei um ein einheitliches Vorgehen bemüht.

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Es gehe eine "kleine Welle quer durch Deutschland", die eher mit dem Ende der Ferien zusamenhänge. Viele Menschen hätten sich darauf eingestellt, wieder eine größere Familienfeier in einem "ganz normalen Rahmen" abhalten zu können. "Ehe der Staat so etwas verbietet, müssen die Zahlen auch so dramatisch sein. Und das sind sie im Moment nicht", so Laschet. Die Mehrheit der Ministerpräsidenten habe das so gesehen - in einer Situtation, in der die Infektionszahlen in manchen Bundesländern "nahezu bei Null" seien.

Warum das Hin und Her bei den Reiserückkehrern?

Reiserückkehrer aus Risikogebieten mussten zunächst in Quarantäne, dann wurde eine Testpflicht eingeführt, nun gilt für sie wieder eine Quarantäne-Pflicht. Auf die Frage, warum es immer wieder neue Entscheidungen gab, antwortete Laschet, die Politik folge hier nur dem Rat von Virologen: Weil Testkapazitäten auf Dauer nur begrenzt verfügbar seien, würden Virologen dazu raten, die Tests zielgerichtet einzusetzen statt sie jetzt zu "verschwenden", wenn man sie "im Oktober oder November dringend gebrauchen" könne.

Die Quarantäne muss stärker durchgesetzt werden. Sie muss auch kontrolliert werden. Wer die Quarantäne nicht einhält, muss auch bestraft werden."
Armin Laschet, NRW-Ministerpräsident (CDU)

Laschet stellte diesbezüglich erneut auch personelle Hilfen für die teilweise überforderten Gesundheitsämter in Aussicht. Land und Bund würden - wenn nötig - "der örtlichen Ebene helfen".

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