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Grünen-Chefin: Kinder zu wenig beachtet

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Debatte über Corona-Auswirkungen - Grünen-Chefin: Kinder zu wenig beachtet

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Laut Grünen-Chefin Annalena Baerbock sei Kindern und ihren Rechten zu wenig Beachtung in der Corona-Krise geschenkt worden. Am Mittwoch soll es einen Schul- und Kita-Gipfel geben.

Annalena Baerbock
Grünen-Parteichefin Annalena Baerbock fordert mehr Rücksicht auf Kinderrechte in der Corona-Krise. (Archivbild)
Quelle: dpa

Grünen-Chefin Annalena Baerbock will am kommenden Mittwoch mit Experten über eine Öffnung von Schulen und Kitas nach den Sommerferien beraten. Die Bundesregierung habe in der Corona-Krise bisher nur zu Spitzentreffen mit der Industrie eingeladen, aber nicht zu einem Schul- und Kitagipfel, kritisierte Baerbock in der "Welt am Sonntag".

Statt die Voraussetzungen zu schaffen, damit Kitas und Schulen als erstes wieder öffnen, wurde ewig über die Öffnung der Fußball-Bundesliga und von Möbelhäusern diskutiert.
Grünen-Chefin Annalena Baerbock

Sie forderte bundesweite Leitlinien, "wie wir nach den Sommerferien in Schulen und Kitas zu einem kindergerechten Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen zurückkehren". Dass solche Vorgaben fehlen, sei ein schwerer Fehler.

Stufenweise hat der Schulunterricht in den Bundesländern wieder begonnen. Nordrhein-Westfalen möchte nun sogar zurück zum Regelbetrieb. Mitte Juni sollen alle Kinder im Grundschulalter wieder täglich zur Schule.

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Schulen und Kindergärten hätten zusätzliches Personal benötigt

Auch hätte der Bund aus ihrer Sicht mit den Ländern einen Extra-Fonds auflegen müssen, damit Kindergärten und Schulen zusätzliches Personal bekommen.

Baerbock verwies auf die Leiden nicht weniger Kinder:

Fast jedes zehnte Kind hat während des Lockdowns Gewalt erlebt. Diese Studien zeigen, wie fatal es ist, dass Kinder und ihre Rechte monatelang keine Rolle spielten.
Grünen-Chefin Annalena Baerbock
Häusliche Gewalt (Symbolbild)

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Corona-Krise führt zu mehr häuslicher Gewalt
 

Quarantänen und Kontaktbeschränkungen haben in der Corona-Krise zu mehr häuslicher Gewalt geführt. Das belegt eine erste Studie zum Thema. Frauen und Kinder sind betroffen.

Sie sagte, sie halte den Kinderbonus, den die Bundesregierung in ihrem Konjunkturpaket beschlossen hat, für nicht ausreichend. "Er ist kein Ersatz für eine gute, verlässliche Kinderbetreuung, gemeinsames Lernen und holt Kinder nicht aus der Armut."

Grundsicherung für Kinder gefordert

Dafür bräuchte es aus Baerbocks Sicht eine Kindergrundsicherung, die allen Kindern gibt, was sie zum Leben brauchen. Solange die Schulen und Kitas noch nicht wieder voll geöffnet seien, wäre ein Corona-Elterngeld nötig: "Sonst zerreiben sich Mütter und Väter zwischen Betreuung und Homeoffice, und das vielleicht noch mit der Angst im Nacken, gekündigt zu werden", sagte Baerbock.

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