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"Die allermeisten halten sich" an Regeln

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Bayern und Saarland - "Die allermeisten halten sich" an Regeln

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Im Saarland und in Bayern gelten jetzt Ausgangsregeln. Die meisten Menschen würden sich dran halten, so Bayerns Minister Herrmann. Ministerpräsident Söder aber wird kritisiert.

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, gelten seit Mitternacht Ausgangsbeschränkungen in Bayern. Sarah Schuhen berichtet aus München, wie die Bürger damit umgehen.

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Die Ausgangsbeschränkungen in Bayern werden nach Angaben von Landesinnenminister Joachim Herrmann (CSU) bislang weitestgehend eingehalten. "Die allermeisten halten sich daran", sagte Herrmann am Samstag im Bayerischen Rundfunk. Es habe "da und dort" noch ein paar Gruppen von Jugendlichen gegeben, die in der Öffentlichkeit kleinere Partys veranstaltet hätten. "Die sind dann von der Polizei nach Hause geschickt worden." Insgesamt seien in der vergangenen Nacht keine besonderen Probleme aufgetaucht.

Polizei in Bayern und im Saarland kontrollieren Maßnahmen

Die Polizei werde den ganzen Tag über kontrollieren, ob sich die Menschen an die verfügten Maßnahmen halten. Das Arbeitsleben solle nicht eingeschränkt werden, ansonsten solle aber das öffentliche Leben "soweit wie möglich" reduziert werden, sagte Herrmann.

Im Saarland habe es in der Nacht zu Samstag etwa 20 Verstöße gegeben, sagte ein Polizeisprecher in Saarbrücken. Es habe sich meist um Jugendliche gehandelt, die sich versammelt hätten. Sie seien größtenteils uneinsichtig gewesen. Die Grüppchen hätten dann aber aufgelöst werden können.

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Wohnung darf nur mit trifftigem Grund verlassen werden

Seit Mitternacht gelten in Bayern weitreichende Ausgangsbeschränkungen, mit deren Hilfe die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden soll. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist nur noch mit triftigen Gründen erlaubt: dem Weg zur Arbeit und zu nötigen Einkäufen, dringenden Arztbesuchen, aber auch für Sport und Spaziergänge an der frischen Luft - dies aber in der Regel alleine. Gastronomiebetriebe aller Art müssen geschlossen bleiben. Ausnahme sind Auslieferungsdienste, Mitnahmeangebote und Drive-in-Schalter.

Bayern und später auch das Saarland hatten am Freitag noch vor den Corona-Krisengesprächen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Sonntag Ausgangsbeschränkungen erlassen.

Leere Straßen am 19.03.2020 in München

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Ausgangssperre: Was ist erlaubt und verboten?
 

Ausgangsbeschränkungen in Bayern, weitreichende Maßnahmen auch in anderen Ländern. Am Sonntag will der Bund über eine allgemeine Ausgangssperre beraten. Was würde das bedeuten?

von Jan-Frederik Fischer

Söder verteidigt Vorgehen in Bayern

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) rechtfertigte am Samstag die verhängten Ausgangsbeschränkungen. Mit Blick auf rasant steigende Zahlen an Infizierten und Toten sagte er am Samstagmorgen dem Radiosender Antenne Bayern: "Das ist wirklich eine dramatische Situation."

Sehen Sie hier das ZDF spezial "Corona-Krise: eingeschränkte Freiheit - wie funktioniert die Versorgung?"

Die Bundesländer schränken das öffentliche Leben im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus nach und nach ein. Einige Länder haben Versammlungen mit mehreren Menschen untersagt. Restaurants und Gaststätten schließen. Lebensmittelläden bleiben …

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Er wolle Bayern nicht einsperren, so Söder. Aber mit Verweis auf strengere Regeln in anderen Ländern sagte der CSU-Chef:

Die ganze Welt reagiert. Dann muss auch Deutschland letztlich reagieren.
Markus Söder, bayerischer Ministerpräsident

Das seien schwierige Entscheidungen. Appelle an die Vernunft aber seien an Grenzen gestoßen. "Ich hoffe, dass wir so besser durch die Krise kommen als andere", sagte der bayerische Regierungschef.

Bayern hat den Anfang gemacht, mit der bundesweit drastischsten Maßnahme: Man darf nur noch alleine oder mit Familienmitgliedern raus und das auch nur mit triftigem Grund. Andere Bundesländer ziehen mit ähnlichen Regeln nach.

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SPD und Grüne kritisieren Söders Vorgehen

SPD und Grüne kritisierten, dass Söder ohne Abstimmung mit anderen Bundesländern Ausgangsbeschränkungen beschlossen hat. Corona stelle alle vor eine beispiellose Herausforderung, sagte SPD-Chef Norbert Walter-Borjans den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wer jetzt so tut, als kenne sie oder er das Patentrezept im Umgang mit dieser Situation, streut den Bürgerinnen und Bürgern Sand in die Augen." Es wäre besser, wenn die Länder, wie vereinbart, mit der Kanzlerin abgestimmt handeln würden, erklärte der SPD-Vorsitzende.

Die Grünen-Bundesvorsitzende Annalena Baerbock bezeichnete Söders Kurs als "kontraproduktiv". Das Vorpreschen des bayerischen Ministerpräsidenten schaffe "kein Vertrauen, sondern Verunsicherung für alle anderen Regionen", sagte sie der "Welt". "Dies ist nicht die Zeit für Alleingänge."

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