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Söder: Beherbergungsverbot ein Auslaufmodell

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CSU-Chef geht auf Distanz - Söder: Beherbergungsverbot ein Auslaufmodell

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Einschränkungen für Reisende aus Risikogebieten seien im Kampf gegen Corona "in der Tat nicht das Wichtige", sagte CSU-Chef Markus Söder in der ZDF-Sendung "Markus Lanz".

Markus Söder (CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, spricht nach einer Kabinettssitzung zur weiteren Entwicklung in der Corona-Pandemie auf einer Pressekonferenz. Söder rückt vom Beherbergungsverbot ab.
Bayerns Ministerpräsident Söder rückt vom Beherbergungsverbot ab.
Quelle: dpa

Nachdem sich bereits mehrere Länderchefs gegen das Beherbergungsverbot ausgesprochen haben, geht nun auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auf Distanz zu der umstrittenen Corona-Maßnahme für Urlauber aus Corona-Hotspots. Es wird "Stück für Stück auslaufen", sagte der CSU-Chef in der ZDF-Sendung "Markus Lanz".

Die Einschränkungen für Reisende aus Gegenden mit besonders hohen Infektionszahlen seien im Kampf gegen die Seuche «in der Tat nicht das Wichtige", sagte Söder. Das liege auch daran, dass Gerichte die Verbote teilweise kassieren.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig bei "maybrit illner": "Beherbergungsverbot wird nicht kippen".

Manuela Schwesig bei "maybrit illner"

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3 min
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Beherbergungsverbot in Bayern weiter in Kraft

Söder sagte mit Blick auf sein Bundesland Bayern, in dem die Regierung am Donnerstag beschlossen hat, dass das Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots bis auf Weiteres in Kraft bleiben soll:

Auch bei uns wird das so sein, dass wir das Stück für Stück auslaufen lassen.
Markus Söder, Ministerpräsident Bayern

Voraussetzung sei aber, dass die Menschen sich an die neuen, strengeren Kontaktbeschränkungen hielten. Söder sagte, das Beherbergungsverbot in Bayern solle bis nach den Herbstferien regelmäßig überprüft werden.

Bisher dürften Touristen aus Gegenden mit besonders hohen Corona-Zahlen nur in ein Hotel, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen können, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Die Reaktionen von Politikerinnen und Politikern auf die beschlossenen Regeln fallen unterschiedlich aus. Vor allem über das Beherbergungsverbot herrscht weiter Uneinigkeit.

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1 min
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Starker Widerstand bei einigen Länderchefs

Das Beherbergungsverbot war bei den Beratungen der Ministerpräsidenten im Kanzleramt am Mittwoch am umstrittensten, Länder wie Nordrhein-Westfalen und Thüringen setzen es gar nicht um.

Bund und Länder fanden auch keine Einigung und vertagten das Thema erst einmal bis zum 8. November.

Passanten auf dem Max-Josef-Platz in Rosenheim (Archiv)

Beherbergungsverbote gekippt -
Wohin man jetzt wieder reisen darf
 

Das vergangene Woche beschlossene Beherbergungsverbot wurde in drei Bundesländern schon wieder gekippt. Wohin Menschen aus Risikogebieten jetzt wieder reisen dürfen.

Gerichte kippen Reisebeschränkungen

Am Donnerstag kippten Gerichte in Baden-Württemberg und Niedersachsen die jeweiligen Verbote. Sachsen und das Saarland strichen die Regel.

Dagegen lehnte das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht am späten Donnerstagabend einen Eilantrag gegen das Beherbergungsverbot ab.

Kanzlerkandidat Söder?

Bei der Frage der Kanzlerkandidatur liegt Markus Söder weiter hoch im Kurs. 52 Prozent der Bundesbürger (minus 4 Punkte zu Anfang September 2020) und 73 Prozent der Unions-Anhänger halten den bayerischen Ministerpräsidenten für einen guten Kanzlerkandidaten von CDU und CSU, ergab der Deutschlandtrend im Auftrag des ARD-"Morgenmagazins".

Söder beliebter als Merz, Laschet, Röttgen

Söder ist in der K-Frage trotz leichter Verluste weiter deutlich beliebter als die drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Außenpolitiker Norbert Röttgen.

Ein Modell eines Körpers mit Organen.

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