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Europarat - Keine unmittelbare Bedrohung durch Bio-Terror

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Sicherheitsexperten des Europarats warnen vor der Gefahr von terroristischen Anschlägen mit Biowaffen. Eine unmittelbare Bedrohung läge aber nicht vor.

Laboranten arbeiten im Hochsicherheitslabor des RKI
Experten für Terrorbekämpfung warnen: Die Corona-Pandemie könnte eine gefährliche Vorlage für Terroristen sein.
Quelle: imago/Markus Heine

Sicherheitsexperten des Europarats haben vor der Gefahr von Terroranschlägen mit Biowaffen gewarnt. "Die Covid-19-Pandemie hat gezeigt, wie verwundbar moderne Gesellschaften durch Virusinfektionen und ihr Erschütterungs-Potenzial sind", zitieren die Zeitungen der Funke Mediengruppe aus einer Stellungnahme des Europarat-Ausschusses für Terrorbekämpfung.

Im Moment gebe es aber keine unmittelbare Bedrohung durch Terroristen mit Biowaffen, erklärte ein Sprecher des Europarats gegenüber dem ZDF. Experten betonen außerdem, dass Terroristen derzeit nicht in der Lage seien, hochansteckende Krankheiten - wie etwa Corona - zu verbreiten.

Europäische Staaten müssen sich vorbereiten

Die Experten fordern eine verstärkte und koordinierte Antwort der europäischen Staaten auf diese Bedrohung. Der Ausschuss, in dem Sicherheitsfachleute der Europarats-Mitgliedstaaten zusammenarbeiten, plädiert auch dafür, die Bekämpfung biologischer Angriffe in Übungen zu trainieren.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz erklärte auf Anfrage der Funke-Zeitungen, bislang seien in Deutschland "keine konkreten oder abstrakten Tatplanungen" oder "ernsthafte Ideen oder Gedankenspiele zu bioterroristischen Aktivitäten" festgestellt worden.

UN warnte ebenfalls vor Biowaffen-Terror

Im "eher unwahrscheinlichen Fall" eines solchen Anschlags dürfte am wahrscheinlichsten die Terrormiliz Islamische Staat oder Al-Kaida dahinter stehen, hieß es.

Anfang April hatte UN-Generalsekretär António Guterres bereits gesagt, er sehe eine steigende Gefahr künftiger Angriffe durch Biowaffen-Terrorismus mit dem Ziel einer Pandemie wie der gegenwärtigen.

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