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Britischer Premier Johnson - Verkündigung des Todes wurde vorbereitet

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Der britische Premier Boris Johnson war mit dem Coronavirus infiziert. In einem Interview spricht er nun über die Behandlung und sagt: Es hätte "so oder so ausgehen" können.

Johnson und Symonds nennen ihren Sohn Wilfred. Archivbild
Johnson und seine Verlobte Symonds: Kurz nach Johnsons Behandlung bekamen die beiden einen Sohn.
Quelle: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

Boris Johnsons Ärzte haben sich während dessen Covid-19-Erkrankung darauf vorbereitet, wie sie im Falle des Falles den Tod des britischen Premierministers verkünden würden.

"Die Ärzte hatten alle möglichen Vorkehrungen getroffen, was zu tun wäre, wenn die Dinge schrecklich schlecht liefen", sagte Johnson in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der britischen Boulevardzeitung "Sun on Sunday".

Johnson "war bewusst, dass es Notfall-Pläne gab"

Seine Verlegung auf die Intensivstation wegen seiner Infektion mit dem Coronavirus sei ein "sehr harter Moment" gewesen, "das will ich nicht leugnen", sagte der Regierungschef. "Ich war nicht in besonders brillanter Verfassung und mir war bewusst, dass es Notfall-Pläne gab."

Der britische Premierminister Johnson hat seine Corona-Erkrankung überstanden und nimmt nun die Regierungsgeschäfte wieder auf. Ein schnelles Ende der Corona-Beschränkungen schließt er aus.

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Die Ärzte hätten entsprechend auch "eine Strategie für den Umgang mit einem 'Tod Stalins'-artigen Szenario" gehabt, fügte Johnson mit Blick auf den Tod des Sowjetführers während seiner Amtszeit hinzu.

Johnson hatte am 27. März öffentlich gemacht, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert habe, aber nur unter milden Symptomen leide. Nach einer Woche in Selbst-Isolation hatte er die Infektion jedoch immer noch nicht überwunden.

In Englands Krankenhäusern herrscht Notstand, denn das britische Gesundheitssystem wurde in den letzten Jahren kaputt gespart. Premierminister Boris Johnson hatte das Virus lange klein geredet und wurde dann selbst zum Patienten.

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Am 5. April wurde er für Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht. Binnen 24 Stunden wurde er dann auf die Intensivstation verlegt. Dort sei ihm drei Tage lang literweise Sauerstoff zugeführt worden, schilderte der 55-Jährige in dem "Sun"-Interview.

.Johnson: hätte "so oder so ausgehen" können

Nach eigenen Angaben habe er aber nie geglaubt, dass er nun sterben müsse, sondern nur gedacht: "Wie komme ich da wieder raus?" Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus am 12. April hatte Johnson allerdings gesagt, es habe für ihn "so oder so ausgehen" können.

Die Ärzte hätten zwischenzeitlich darüber nachgedacht, ihn zu intubieren und an ein Beatmungsgerät anzuschließen, schilderte Johnson nun in dem Interview.

Kommentar - Britischer Premier vor schwierigen Aufgaben

Der britische Premier Boris Johnson ist nach seiner schweren Covid-19-Erkrankung zurück im Dienst. Er steht vor schwierigen Aufgaben. Ein Kommentar von Yacin Hehrlein.

von Yacin Hehrlein

Nach seinem Krankenhausaufenthalt erholte er sich zwei Wochen lang auf dem Regierungs-Landsitz Chequers nahe London. Erst am Montag nahm er die Arbeit in seinen Amtssitz in der Londoner Downing Street wieder auf.

Verlobte und Johnson benennen Sohn nach Ärzten

Zwei Tage später wurde Johnson Vater. Seine Verlobte Carrie Symonds brachte einen Jungen zur Welt. Die 32-Jährige und Johnson benannten ihr Kind nach ihren Großvätern Wilfred Lawrie und mit dritten Namen Nicholas - nach den beiden Ärzten Nick Price und Nick Hart, "die Boris im vergangenen Monat das Leben gerettet haben", wie Symonds am Samstag auf Instagram schrieb.

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