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Coronavirus in Deutschland - Brinkhaus fordert mehr Kooperation der Länder

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Angesichts steigender Infektionszahlen verlangen Politik und Mediziner ein besser abgestimmtes Handeln in der Corona-Krise. An vorzeitige Maßnahmen-Lockerungen sei nicht zu denken.

Ralph Brinkhaus während einer Rede im Bundestag.
Ralph Brinkhaus im Bundestag.
Quelle: epa

Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Ralph Brinkhaus, hat die Bundesländer aufgerufen, bei der Bekämpfung der Coronavirus-Krise an einem Strang zu ziehen. "Die Ministerpräsidenten stehen unter enormem Druck, deswegen möchte ich auch niemanden kritisieren", sagte er dem "Tagesspiegel". "Aber es wäre schön, wenn alle zum gleichen Zeitpunkt die gleiche Linie vertreten."

Die Bundesländer hatten vor allem zu Beginn der Krise unterschiedlich schnell Maßnahmen der Kontaktsperre ergriffen. Ein Grenzland wie Baden-Württemberg stehe sicher teilweise vor anderen Herausforderungen als etwa Sachsen-Anhalt, sagte Brinkhaus. "Aber im Grundsatz muss gelten: Gerade in Krisenfällen müssen wir einheitlich kommunizieren, damit die Menschen ein Geländer zum Festhalten haben", forderte er.

Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr über die bundesweite Kontaktsperre:

Ob die beschlossenen Maßnahmen in Deutschland wirken, ist noch unklar. Denn erst nach etwa zehn Tagen zeigen sich die Neuinfektionen.

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1 min
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Länder sollen Rechte an den Bund übertragen

Brinkhaus rechtfertigte zugleich die zeitweise Übertragung von Rechten von den Ländern auf den Bund. "Für uns ist ein Lerneffekt, dass wir versuchen müssen, einheitlicher zu kommunizieren und schneller und stringenter zu entscheiden", sagte der Fraktionschef.

Das geht in bestimmten Fragen besser auf Bundesebene, schon weil eine Pandemie immer mindestens eine europäische Dimension hat.
Ralph Brinkhaus

Indes fordern Intensivmediziner ein zentral koordiniertes Vorgehen bei der Verteilung von Corona-Patienten auf die Kliniken in Deutschland. Sollte in "zwei bis vier Wochen" der Höhepunkt der Infektionszahlen erreicht sein, würden die Kliniken in einigen Regionen über ihre Belastungsgrenze kommen, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens.

Die Bundesregierung muss so schnell wie möglich eine zentrale Stelle einrichten, die in einem solchen Fall die Patienten bundesweit auf weniger ausgelastete Kliniken verteilt.
Uwe Janssens

Mit welchen Problemen die Kliniken hierzulande aktuell fertig werden müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag:

Die Corona-Pandemie bringt unser Gesundheitssystem an die Grenzen. Krankenpflegerin Yvonne Falckner berichtet live aus dem Klinik-Alltag, was Pflegekräfte jetzt wirklich brauchen.

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33 min
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Bundesregierung denkt nicht an Lockerung der Maßnahmen

Die Bundesregierung versucht angesichts steigender Fallzahlen die Debatte über eine Lockerung der aktuell geltenden Maßnahmen einzudämmen. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) warf den Befeuerern der Diskussion Zynismus vor. Die Dauer der Kontaktbeschränkungen richten sich nach den Worten von Kanzleramtsminister Helge Braun nach der Tragfähigkeit des Gesundheitssystems. Das dürfe nicht überfordert werden, erklärt der CDU-Politiker im ZDF:

In der Coronakrise mahnt Kanzleramtschef Helge Braun zu Geduld.

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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) schrieb auf Twitter: "Öffentliche Forderungen nach Lockerung der Maßnahmen sind verfrüht und deshalb falsch, solange eine deutliche Verlangsamung der Zahl der Neuinfektionen nicht erreicht ist!"

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