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Reiserecht - Risikogebiete: CDU-Wirtschaftsrat für Verbot

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Ab Samstag gilt für Reiserückkehrer aus Risikogebieten die Corona-Testpflicht. Der CDU-Wirtschaftsrat würde gerne noch weiter gehen und Reisen in Risikogebiete gänzlich untersagen.

Menschen mitt Mundschutzmasken warten an einer Schlage im Flughafen am 01.07.2020
Quelle: dpa

Der CDU-Wirtschaftsrat hat ein Verbot von Reisen in Corona-Risikogebiete gefordert. Dafür sprach sich der Generalsekretär des Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, gegenüber der "Bild-Zeitung" aus:

Reisen in Risikogebiete müssten konsequenterweise auch untersagt werden. (…). Das Reiserecht kann nicht höher bewertet werden als die Rechte von Millionen Deutschen, denen ansonsten ein erneuter Lockdown droht.

Steiger warnt zudem vor den Folgen eines zweiten Lockdowns. Einen solchen könne sich Deutschland "nur unter erheblichsten Schwierigkeiten nochmal leisten". Deshalb erwartet er von der Politik "mehr vorausschauendes Handeln".

Der CDU-Wirtschaftsrat ist kein Teil der CDU sondern ein der Partei nahestehender Verband, der die Interessen der Wirtschaft vertritt.

Ab Samstag gilt für alle Rückkehrer aus Risikogebieten: Der Corona-Test ist Pflicht.

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Corona-Test ab Samstag Pflicht

Am Donnerstag hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekanntgegeben, dass Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten sich ab Samstag bei der Einreise nach Deutschland auf das Virus testen lassen müssen.

Alternativ kann auch ein negatives Testergebnis vorgelegt werden, das nicht mehr als zwei Tage alt ist. Bestehen bleibt die Quarantäne-Pflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten ohne negativen Corona-Test.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer findet verpflichtende Tests wichtig, darüber hinaus müsse man die Regeln auch weiterhin unbedingt einhalten.

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Ein negativer Test auf das Corona-Virus bei der Ankunft sei aber nur eine Momentaufnahme, meint der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery. Er fordert, in der "Passauer Neuen Presse" die Quarantäne-Pflicht auch für Rückkehrer mit einem negativen Test.

Um wirkliche Sicherheit darüber zu erhalten, ob jemand infiziert sei oder nicht, müsse mindestens 72 Stunden später ein zweiter Test gemacht werden. Und selbst dann würden noch einzelne Infizierte durchrutschen.

Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigen weiter

Am Freitag meldete das Robert-Koch-Institut am zweiten Tag in Folge wieder über 1.000 Neuinfektionen. Dieser Wert war zuvor im Mai überschritten worden.

Gesundheitsminister Jens Spahn äußerte sich am Donnerstag im ZDF heute journal zu den wieder ansteigenden Infektionszahlen:

Im Moment sind wir in jedem Fall noch in einer Größenordnung, mit der das Gesundheitswesen und der öffentliche Gesundheitsdienst umgehen kann.

Wenn sich die Zahlen jetzt wieder stabilisierten, könne man damit gut umgehen, so Spahn weiter. Stiegen die Zahlen aber weiter an, komme auf jeden einzelnen an, damit weitere Maßnahmen nicht nötig werden.

Bundesgesundheitsminister Spahn sieht keinen Anlass für einen erneuten Lockdown.

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Anstieg nicht überraschend

Der erneute Anstieg der Infektionsraten sei mit der Rückkehr der Sommerurlauber zu erwarten gewesen, meint der Weltärztebund-Vorsitzende Montgomery. Er schloss einen erneuten generellen Lockdown in Deutschland nicht aus:

Man kann nur hoffen, dass Politiker den Mut haben, das zu machen, sollte es notwendig sein.

Deutschland befinde sich in einer "Corona-Dauerwelle", konstatierte Montgomery. Es gelte weiterhin das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Bisher sei das gut gelungen und müsse auch weiterhin gelingen.

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