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Corona - Impfstoff-Initiative: USA machen nicht mit

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Die Initiative Covax will weltweit Zugang zu Corona-Impfstoffen ermöglichen. Die USA aber machen nicht mit - das Projekt stehe unter dem Einfluss der "korrupten" WHO und Chinas.

Eine Spritze mit einem möglichen Corona-Impfstoff. Archivbild
Impfstoff-Initiative: Zwei Milliarden Dosen will Covax bis Ende 2021 bereitstellen.
Quelle: Christoph Schmidt/dpa

Die US-Regierung lehnt eine Teilnahme an der internationalen Initiative Covax ab, die einen fairen weltweiten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen garantieren will.

Die USA ließen sich nicht durch multilaterale Projekte einschränken, die unter dem Einfluss "der korrupten Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Chinas" stünden, hieß es in einer Erklärung des Weißen Hauses.

Trump lehnt WHO ab

Covax wird federführend von den Impfallianzen Gavi und Cepi sowie der Weltgesundheitsorganisation getragen. Die USA waren im Juli aus der WHO ausgetreten. Präsident Donald Trump warf der in Genf ansässigen Organisation vor, zu spät über die Gefahr des Coronavirus informiert zu haben und unter der Kontrolle der Regierung in Peking zu stehen, obwohl China geringere Beiträge an die WHO zahle als es die USA täten. Trump macht die WHO mitverantwortlich für die hohe Zahl der Corona-Toten.

Der Präsident werde keine Kosten scheuen, um sicherzustellen, dass jeder neue Impfstoff die Standards der US-Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA einhalte, gründlich getestet werde und Leben rette, teilte Regierungssprecher Judd Deere in der Erklärung mit.

Großes Interesse an Covax-Kooperation

Mehrere Dutzend Länder haben bislang Interesse an einer Covax-Kooperation gezeigt. Das Programm umfasst mehrere Impfstoffkandidaten. Sobald ein Präparat sich als effektiv und sicher herausgestellt hat, sollen bis Ende 2021 zwei Milliarden Impfdosen hergestellt werden.

Damit sollen in allen Ländern weltweit Pflegekräfte und durch Alter oder Vorerkrankung besonders gefährdete Menschen geschützt werden - etwa 20 Prozent der Gesamtbevölkerung in den teilnehmenden Ländern.

WHO warnt vor Alleingängen

Die WHO hatte kürzlich vor nationalen Alleingängen beim Kampf gegen das Coronavirus gewarnt und an alle Länder appelliert, mehr Geld in die Covax-Initiative zu investieren. Es nütze nichts, die gesamte eigene Bevölkerung zu impfen, wenn in anderen Ländern besonders Bedürftige wie Pflegepersonal ungeschützt blieben.

Die EU hatte kürzlich angekündigt, die Initiative mit Garantien in Höhe von 400 Millionen Euro zu unterstützen.

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