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Striktere Grenzen, engere Freundschaft

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Deutschland und Frankreich - Striktere Grenzen, engere Freundschaft

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In der Corona-Krise zeigt sich die deutsch-französische Solidarität: Das Saarland, RLP und BaWü wollen französische Intensivpatienten aufnehmen, um das Land zu entlasten.

Deutsch-französische Beflaggung in Saarbrücken
Das Saarland flaggt deutsch-französisch in Saarbrücken.

Durch die Corona-Krise ist den Menschen in den Grenzgebieten zu Frankreich noch einmal vor Augen geführt worden, wie stark das Leben durch Grenzkontrollen eingeschränkt ist.

Viele Pendler, die im jeweils anderen Land ihrer Arbeit nachgehen, sind von massiven Einschränkungen betroffen, für ein Bundesland wie das Saarland bedeutet die Krise katastrophale wirtschaftliche Folgen. Doch in Zeiten der Corona-Pandemie rücken die beiden Nationen auch zusammen und sagen sich Unterstützung zu.

Saarland sagt Frankreich in Corona-Krise medizinische Hilfe zu

So haben das Saarland und Rheinland-Pfalz Frankreich medizinische Hilfe bei der Behandlung schwerkranker Coronavirus-Patienten angeboten. Man werde im Rahmen der Kapazitäten und Möglichkeiten Beatmungsplätze für französische Notfallpatienten zur Verfügung stellen, kündigte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Sonntag an.

Dies habe er dem französischen Regionalratspräsidenten Jean Rottner in einem Telefonat zugesichert. Vor allem im Elsass und der gesamten Region Grand Est ist die Zahl der Corona-Infektionen dramatisch gestiegen. "Wir gewinnen den Kampf gegen das Virus nur gemeinsam. Deshalb ist grenzüberschreitende Unterstützung für uns selbstverständlich", sagte Hans.

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Frankreich durch Corona-Pandemie an Grenze der Kapazitäten angekommen

Auch Baden-Württemberg will das Nachbarland in der Corona-Krise unterstützen und schwerstkranke Corona-Patienten aus Frankreich aufzunehmen. "Die grenznahen französischen Krankenhäuser sind an der Grenze ihrer Behandlungskapazitäten für beatmungspflichtige Patientinnen und Patienten angekommen", heißt es in einem Schreiben des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums an die Geschäftsführer der Krankenhäuser, das AFP vorliegt.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) habe "die Unterstützung Baden-Württembergs zugesagt", steht weiter in dem Schreiben. "Wir bitten Sie deshalb, im Rahmen noch vorhandener freier Kapazitäten in Ihren Krankenhäusern beatmungspflichtige Patientinnen und Patienten aus Frankreich aufzunehmen."

Frankreich würdigt deutsche Unterstützung im Kampf gegen Coronavirus

Ein Sprecher des Ministeriums sagte am Samstag: "Selbstverständlich versuchen wir, unseren französischen Nachbarn im Rahmen unserer Möglichkeiten befristet und kontingentiert Nothilfe zu leisten."

Wie bereiten sich Kliniken vor?

In sächsischen Kliniken treffen die Ärzte vielerlei Maßnahmen, was die Unterbringung von Patienten in getrennten Räumlichkeiten betrifft. Eine Trennung der Patienten ist in Zeiten von Corona entscheidend und es gibt viel zu berücksichtigen.

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Derzeit hat Baden-Württemberg nach Angaben des Ministeriums genug freie Beatmungsplätze, es gebe rund 2.300 im Land. Laut Krankenhausgesellschaft BWKG sind aktuell rund 80 Prozent belegt, allerdings derzeit nur mit weniger als 20 Corona-Patienten, wie die Zeitung weiter berichtete.

Von französischer Seite wurde die Aufnahmebereitschaft der deutschen Krankenhäuser ebenfalls gewürdigt. Die französische Regierungsvertreterin Amélie du Montchalin stellte in einem Tweet die deutsche Solidarität heraus, die in Corona-Krise französische Krankenhäuser entlaste.

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