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Weniger Pendelei, mehr Betrieb im Netz

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Studie - Weniger Pendelei, mehr Betrieb im Netz

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Homeoffice und Videokonferenzen - das bringt weniger Verkehr, aber viel mehr Betrieb in den Datennetzen. Umweltministerin Schulze will die nachhaltige Digitalisierung vorantreiben.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze
Bundesumweltministerin Svenja Schulze fordert ein Recht auf Homeoffice.
Quelle: dpa

Bundesumweltministerin Svenja Schulze will die umweltgerechte Digitalisierung zum Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ab Juli machen.

Schulze: Energieverbrauch reduzieren

Mitte Juli sei ein virtuelles Treffen der europäischen Umweltminister zum Thema "Digitalisierung und Nachhaltigkeit" geplant, sagte die SPD-Politikerin. Sie sei zwar nicht der Meinung, dass Streaming in Bezug auf den Klimaschutz das neue Fliegen sei. Doch müsse es auch im Digitalbereich beim Energieverbrauch Fortschritte geben, damit die Klimaziele erreicht würden.

Schulze stellte in dem Zusammenhang das Ergebnis einer Datenrecherche vor, mit der das Wuppertal-Institut und das Beratungsnetzwerk Ernst & Young beauftragt waren. Demnach führte die Covid-19-Pandemie wegen der Schutzmaßnahmen in Deutschland zu weniger Verkehr, aber mehr Datenvolumen.

  • So arbeiteten ein Viertel aller Arbeitnehmer zeitweise im Homeoffice.
  • In einer Umfrage erwarteten jeweils rund ein Drittel der Befragten, dass in den kommenden Jahren Videokonferenzen Besprechungen an einem Ort ersetzen und Dienstreisen geringer werden.
  • Der gesamte Personenverkehr dürfte sich laut Studie um bis zu acht Prozent reduzieren lassen, wenn Homeoffice und virtuelle Arbeitsformen gefördert werden.
  • Das Datenvolumen sei während der Corona-Zeit um rund zehn Prozent angestiegen - vor allem aufgrund von Streaming und Videokonferenzen.

Ob in beiden Bereichen - Digitalisierung und Verkehr - zusammengerechnet mehr oder weniger Energie verbraucht wurde, blieb mangels aktueller Zahlen unklar.

Mittelfristig soll IT-Infrastruktur mit Ökostrom laufen

"Niemand will, dass das Leben auf Dauer so bleibt, wie es während der Pandemie war", sagte Schulze. Aber:

Manche neue Routine sollen wir uns erhalten, weil es Umwelt und Lebensqualität dient.
Umweltministerin Svenja Schulze

Schulze betonte zudem, dass der Digitalisierungsschub in Verwaltung und Wirtschaft mit Blick auf den Energieverbrauch nachhaltig sein müsse. Als ein Ziel nannte sie den Ausbau von energieeffizienten Cloud-Infrastrukturen.

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Im September sollen ihren Angaben nach verlässliche Zahlen zum Energieverbrauch durch Cloud-Dienste in Deutschland vorliegen. Auch werde ein Register für Rechenzentren aufgebaut. Mittelfristig solle die IT-Infrastruktur mit Ökostrom betrieben werden.

Forderungen aus SPD nach Recht auf Homeoffice

Auf europäischer Ebene will sich die Ministerin außerdem für langlebige IT-Produkte und Kommunikationstechnologien einsetzen. Eine erste Positionierung zu einer umweltgerechten Digitalisierung wünsche Sie mit den europäischen Kolleginnen und Kollegen noch in diesem Jahr zu erreichen.

Schulze stellte sich auch hinter die Forderung von Arbeitsminister Hubertus Heil nach einem Recht auf Homeoffice. Sie begrüßte, dass Investitionen der Arbeitgeber, die mehr digitales Arbeiten ermöglichen, bald über die Steuer mehr gefördert würden.

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