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NRW führt Pflicht ein - Maske in der Schule - sinnvoll oder Zumutung?

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Ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Schulen gegen Corona sinnvoll oder nicht zumutbar? Deutschland diskutiert über eine Maskenpflicht. NRW prescht mit strengen Regeln vor.

Nordrhein-Westfalen führt eine Maskenpflicht an Schulen ein - an weiterführenden und berufsbildenden Schulen gilt sie sogar im Unterricht. Damit gibt das einwohnerstärkste Bundesland in diesem Bereich nun die strengsten Regeln vor.

Die Debatte darüber ist in mehreren Ländern in vollem Gange: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte sich am Wochenende für eine Maskenpflicht ausgesprochen. Doch eine neue Studie der Uniklinik Leipzig legt nahe, dass es gar kein erhöhtes Covid-19-Ansteckungsrisiko an Schulen gibt:

Die akute Ansteckung lag bei Null, von 2.599 Kindern und Lehrern war keiner infiziert
Professor Wieland Kiess, Uniklinik Leipzig

"Für die Bewertung des Infektionsgeschehens enthält die Studie eine wichtige Information, denn es verdichtet sich mehr und mehr die Evidenz, dass Kinder im Vergleich zu Erwachsenen eher weniger als stärker zur Übertragung des Virus beitragen", fasst der Epidemiologe Gérard Krause die wichtigste Erkenntnis der Studie im ZDFheute-Interview zusammen.

Bundesschülerkonferenz: Maskenpflicht ist "Zumutung"

Vor diesem Hintergrund scheint der Unmut der Schüler über eine Maskenpflicht berechtigt. Diese sei "angesichts der aktuellen Temperaturen eine Zumutung", kritisierte die Bundesschülerkonferenz. Vielerorts fehle eine Klimatisierung oder sei mangelhaft, zudem ließen sich Fenster in vielen Räumen nicht öffnen.

Auch Berlin, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg haben - zum Teil bereits zuvor - angekündigt, im Kampf gegen das Coronavirus eine Maskenpflicht in Schulgebäuden einzuführen. Sie soll dort jedoch nicht im Unterricht gelten.

In Mecklenburg-Vorpommern galt am Montag - dem ersten Schultag nach den sechswöchigen Sommerferien - noch keine Maskenpflicht. Doch nachdem die Debatte ins Rollen gekommen war, schwenkte die Bildungsministerin des Landes, Bettina Martin (SPD), um. Im NDR kündigte sie an, sie werde dem Kabinett vorschlagen, "dass wir doch auf Nummer sicher gehen" und außerhalb der Klassenräume eine Maskenpflicht einführen, nur nicht an Grundschulen.

Schülergruppen mit Flatterband getrennt

Um Corona-Infektionen zu vermeiden, sind die Schüler in Mecklenburg-Vorpommern in Gruppen von zwei bis vier Jahrgängen eingeteilt worden. Diese sollen sich nicht begegnen. Auf vielen Schulhöfen teilt nun Flatterband die Areale ein, auf denen sich die einzelnen Gruppen in der Pause aufhalten dürfen.

Der Landeselternrat sieht den Schulbusverkehr als Schwachpunkt bei der Corona-Bekämpfung. Der Vorsitzende Kay Czerwinski forderte, mehr Busse einzusetzen, damit diese nicht überfüllt sind.

Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin: Schüler einer ersten Klasse gehen in den Klassenraum.

Corona-Schulstudie - Epidemiologe: Schulöffnungen berechtigt 

Nach einer neuen Studie übertragen Kinder das Corona-Virus eher weniger als Erwachsenen, erklärt der Epidemiologe Gérard Krause im ZDFheute-Interview.

Schüler auf dem Pausenhof getrennt, im Bus beieinander

"Die Definition der festen Schülergruppen ist spätestens dann hinfällig, wenn sich alle im Schulbus treffen, zumal bei Hitze", sagte er.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich alle Kinder an die Maskenpflicht im Bus halten.
Kay Czerwinski, Vorsitzener Landeselternrat Mecklenburg-Vorpommern

Nach Mecklenburg-Vorpommerns Schulbeginn folgen am Donnerstag Hamburg. Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen starten in der kommenden Woche.

Jungen und Mädchen melden sich bei ihrer Einschulungsfeier in der Grundschule Lankow am 01.08.2020

Die Regeln der Bundesländer - Wie es zurück in die Schule geht 

Bald klingelt es wieder zum ersten Schultag, doch wie wird der aussehen? Präsenzunterricht, Maskenpflicht, Aufteilung in Gruppen - wie die Bundesländer den Schulbeginn regeln.

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

Ein Schild mit dem Hinweis auf die 2G-Regel am Fuße des Fichtelbergs. Im Hintergrund eine Warteschlange aus Menschen.

Erneuter Höchstwert - Inzidenz steigt auf 553,2 

Das Robert-Koch-Institut meldet 74.405 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages und damit einen neuen Höchstwert. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 553,2.

18.01.2022
Videolänge
1 min
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