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Vor Start der Corona-App - Domscheit-Berg: "Keine großen Bedenken"

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Ab Dienstag soll die Corona-App bei uns verfügbar sein. Anke Domscheit-Berg hält die App für relativ sicher. Trotzdem würde ein Corona-Warn-App-Gesetz mehr Vertrauen bringen.

Die netzpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, Anke Domscheit-Berg hat keine großen Bedenken zur Corona-App. Die App soll ab Dienstag verfügbar sein.

"Ich habe nicht das Gefühl, es ist eine Überwachungs-App und aus diesem Grunde werde ich sie aller Voraussicht nach auch installieren", sagte Domscheit-Berg im ZDF heute journal.

Prinzip der Freiwilligkeit

Das Prinzip der Freiwilligkeit sei aber der einzige Weg, wie die Corona-App funktionieren könne. Zwang würde in der Praxis nicht funktionieren, sagte Domscheit-Berg. Es gäbe viele Wege, die Nutzung der App zu unterlaufen. Allein schon, wenn der Handy-Akku leer sei.

Auch hätten nicht alle Menschen Handys, auf denen die App funktioniere. Denn sie "läuft nur auf Apple und auf Android-Handys, das sind etwa 80 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer. 20 Prozent haben so ein Handy gar nicht." Man könne aber niemanden zwingen, ein solches Handy zu kaufen. Nur über Freiwilligkeit könne man Menschen dazu bringen mitzumachen. "Und der beste Weg ist, eine App auf den Markt zu bringen, der Menschen vertrauen können."

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Allerdings bemängelt Domscheit-Berg, dass es kein Corona-Warn-App-Gesetz gibt. Die Bundesregierung sei der Meinung, das sei nicht nötig. "Vertrauen ist wirklich das A und O." Daher müsse die Bundesregierung bei jedem Schritt überlegen, wie man das Vertrauen in die App erhöhen könne.

Wie viele Menschen sich ab Dienstag die App herunterladen würden, dazu wollte Domscheit-Berg keine Mutmaßungen abgeben. "Ob das Prinzip Freiwilligkeit zieht, wird die Praxis zeigen."

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