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Strenge Regeln für EU-Einreise gefordert

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Ankommende aus Drittstaaten - Strenge Regeln für EU-Einreise gefordert

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Bei der Aufhebung des EU-Einreisestopps zeichnet sich ein Kompromiss ab: Nur Drittstaaten, die die Corona-Krise unter Kontrolle haben, sollen künftig in die Union einreisen dürfen.

Wer darf wohin reisen? Die EU diskutiert gerade, was künftig für Bürger aus Ländern außerhalb der Union gilt. Stefan Leifert berichtet aus Brüssel über den Stand der Verhandlungen.

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Die geplante Lockerung von Corona-Einreisebeschränkungen für die EU soll nach ersten Erkenntnissen nur unter strengen Kriterien für Drittstaaten erfolgen. Reisende aus Ländern wie den USA, Russland und Brasilien sollen auch nach Ablauf dieses Monats nur in Ausnahmefällen in die EU kommen dürfen, wie die dpa nach Beratungen der EU-Botschafter erfuhr.

Ein Dutzend Länder ist von der Regel befreit

Lediglich für Menschen aus rund einem Dutzend Ländern wie Südkorea oder Neuseeland könnten die geltenden Einreisebeschränkungen demnach im Juli aufgehoben werden. Letztere sehen vor, dass nur unbedingt notwendige Reisen erlaubt werden.

Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Diplomatenkreisen erfuhr, hätten die Vertreter der EU-Länder eine vorläufige Liste mit rund 18 Ländern erarbeitet, deren Bürger bald wieder in die EU einreisen könnten. Bis heute um 18.00 Uhr sollten die Regierungen der EU-Länder mitteilen, ob sie der Auswahl zustimmen.

Ob ans Meer oder in die Berge: Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für 27 europäische Länder aufgehoben. Viele Touristen machen sich bereits auf den Weg zu beliebten Zielen.

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Der Umgang mit Covid-19 ist entscheidend

Entscheidend für die Lockerung der Einreisebeschränkungen soll künftig vor allem die Zahl der Covid-19-Neuinfektionen in den zwei Wochen zuvor sein. Zudem sollen unter anderem der Trend im gleichen Zeitraum sowie der Umgang des jeweiligen Staates mit der Pandemie eine Rolle spielen.

Konkret ist vorgesehen, dass die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen zwei Wochen pro 100.000 Einwohner "nahe an oder unter 16" liegen soll - also so wie der EU-Durchschnitt. Der Trend neuer Fälle im gleichen Zeitraum soll im Vergleich zu den vorherigen 14 Tagen "stabil oder abnehmend" sein.

Russland und USA bleiben außen vor

Bürger aus stark von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern wie den USA und Russland würden demnach erstmal außen vor bleiben. In ihnen gab es zuletzt in 14 Tagen 60 bis 120 Fälle pro 100.000 Einwohner.

Um die Entwicklung der Infektionszahlen zu berücksichtigen, sollen die Einreisebeschränkungen kontinuierlich überprüft werden. Einbezogen werden soll auch die Frage, ob EU-Bürger in den jeweiligen Drittstaat reisen dürfen. So gilt in China zum Beispiel trotz vergleichsweise geringen Infektionszahlen noch immer eine Einreisesperre für Ausländer.

Jetzt muss abgestimmt werden

Der Einreisestopp zur Eindämmung der Corona-Pandemie gilt derzeit bis Ende Juni. Der auf Botschafterebene erarbeitete Kompromiss für die Kriterien und die Länderliste muss nach Angaben aus EU-Kreisen noch in einigen Hauptstädten zur Abstimmung vorgelegt werden.

Großbritannien kündigte derweil an, in der kommenden Woche eine Liste von Ländern mit einem "geringen Risiko" zu veröffentlichen, aus denen die Menschen nach Großbritannien einreisen dürfen, ohne sich dann für 14 Tage in Quarantäne begeben zu müssen.

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