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EU will Außengrenzen für 30 Tage schließen

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Abschottung gegen Coronavirus - EU will Außengrenzen für 30 Tage schließen

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Ab heute Mittag ist Europa dicht: Einen Monat lang sollen Reisen in die EU verboten sein - mit wenigen Ausnahmen.

Aufgrund der Corona-Pandemie beraten die EU-Staats- und Regierungschefs über Einreisestopps in die EU. Kommissionschefin von der Leyen schlug eine 30-tägige Grenzschließung vor.

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Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie verstärkt Europa seine Abschottungsmaßnahmen: Nach Angaben des französischen Präsidenten Emmanuel Macron will die EU ab Dienstagmittag ihre gesamten Außengrenzen für 30 Tage schließen.

Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten am Dienstag erneut per Videoschaltung über die Krise. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warb bei den Bürgern um Verständnis über die in Deutschland nochmals verschärften Restriktionen des öffentlichen Lebens: "Wir brauchen einschneidende Maßnahmen, um das Infektionsgeschehen zu verlangsamen."

Auch Schengen-Raum schließt die Grenzen

"Alle Reisen zwischen nicht-europäischen Ländern und der Europäischen Union werden für 30 Tage ausgesetzt", sagte Macron am Montagabend in einer Fernsehansprache. Auch der Schengenraum - zu dem mehrere Nicht-EU-Staaten gehören - werde seine Außengrenzen schließen.

EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat am Montag angekündigt, die EU vor dem Coronavirus abzuschirmen: Einreisen für Nicht-EU-Bürger sollen verboten werden.

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Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten zwar erst am Dienstagnachmittag über weitere Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie - nach Darstellung Macrons ist der Einreisestopp aber bereits ausgemacht und soll schon einige Stunden vor dem "virtuellen" Corona-Gipfel in Kraft treten. Der Gipfel findet wie schon vor einer Woche in Form einer Videokonferenz statt.

Verbot mit wenigen Ausnahmen

Laut einem Vorschlag von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sollen alle "nicht notwendigen Reisen" in die EU zunächst für 30 Tage verboten sein. Ihr Konzept sieht aber Ausnahmen für bestimmte Gruppen vor.

Dazu gehören Ausländer, die schon lange in der EU leben und ausländische Familienmitglieder von EU-Bürgern. Zudem soll das Verbot nicht für das Transportgewerbe sowie Berufe gelten, die mit dem Kampf gegen die Pandemie befasst sind.

Wie es bisher an den Grenzübergängen läuft im Video:

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus sind mehrere deutsche Grenzen geschlossen, zum Beispiel zu Österreich oder zu Frankreich. ZDF-Reporterinnen Cordelia Strauß und Sandra Susanka berichten, dass die Autofahrer dort mit Verständnis reagieren.

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Schon einige Grenzen geschlossen

Diverse einzelne europäische Länder haben bereits Einreisebeschränkungen und andere Restriktionen eingeführt. In Deutschland hatte die Bundespolizei zu Wochenbeginn mit Kontrollen der Grenzen zu den fünf Nachbarländern Österreich, Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark begonnen. Ausländer dürfen nur mit "triftigem Grund" über diese Grenzen einreisen. Auch innerhalb Deutschlands wurden die Restriktionen ausgeweitet.

Maßnahmen anderer europäischer Länder

Auch andere europäische Länder weiteten ihre Maßnahmen gegen die Corona-Krise nochmals aus. Frankreich verhängte eine 14-tägige Ausgangssperre für seine Bürger, die ab Dienstagmittag gilt. Die Menschen sollten nur in dringenden Fällen das Haus verlassen, sagte Macron. Zulässig seien nur Einkäufe, Gesundheitsversorgung und der Weg zur Arbeit, wenn keine Heimarbeit möglich sei.

Griechenland ordnete eine obligatorische 14-tägige Quarantäne für alle ins Land einreisenden Menschen an. In der Ukraine bleiben Restaurants, Bars und Einkaufszentren geschlossen. Die Regierung untersagte zudem alle Versammlungen von mehr als zehn Menschen.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus lesen Sie hier:

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