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Wie ist die Corona-Lage in Europa?

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Infektionszahlen steigen rasant - Wie ist die Corona-Lage in Europa?

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Zahlreiche europäische Länder meldeten diese Woche Rekord-Infektionszahlen, die Corona-Maßnahmen werden wieder verschärft. Ein Blick zu den Hotspots in Europa.

Menschen laufen mit Masken durch Cambridge
Menschen laufen mit Masken durch Cambridge
Quelle: dpa

Rekordinfektionszahlen in Deutschland haben dazu geführt, dass hierzulande wieder verschärfte Corona-Maßnahmen eingeführt wurden. Aber auch um Deutschland herum explodieren in Europa die Zahlen, teilweise befinden sich Länder wieder in einem zweiten Lockdown. Wie ist die Lage in Europa?

Niederlande reagiert mit scharfen Corona-Maßnahmen

Zeitweise 252 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten Tagen, in der vergangenen Woche wurde ein Anstieg von 60 Prozent zur Vorwoche an Neuinfektionen registriert: Die Niederlande ist mitten in der sogenannten zweiten Welle angekommen. Am Samstag meldete das Land mit 8.141 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen neuen Höchststand.

In Amsterdam, Rotterdam und Den Haag mussten die Notaufnahmen von Krankenhäusern bereits zeitweilig geschlossen werden.

Ministerpräsident Rutte reagierte unter der Woche mit scharfen Maßnahmen, nachdem bislang im Nachbarland Deutschlands nicht einmal eine einheitliche Maskenpflicht galt:

  • Kneipen, Cafés und Restaurants sind geschlossen
  • Verkauf von Alkohol ab 20 Uhr verboten
  • Bürger dürfen nur noch maximal drei Gäste pro Tag in ihren privaten Wohnungen empfangen
  • Allgemeine Maskenpflicht in öffentlichen Räumen

Die Niederlande haben die Corona-Maßnahmen drastisch verschärft. Ministerpräsident Rutte kündigte in Den Haag einen Teil-Lockdown an. Kneipen, Cafés und Restaurants werden von heute Abend an geschlossen sein.

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Frankreich ruft Gesundheitsnotstand aus

Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat Frankreich den Gesundheitsnotstand ausgerufen, der schon von Ende März bis Mitte Juli galt. 20.600 Neuinfektionen pro Tag im Sieben-Tage-Schnitt: Kein anderes europäisches Land verzeichnet so viele Neuinfektionen.

Der Gesundheitsnotstand befugt Präsident Macron dazu, weitreichende Maßnahmen schnell per Verordnung umzusetzen. Das gilt mittlerweile unter anderem in Frankreich:

  • Ausgangssperre in Paris und acht weiteren Großstädten von 21 bis 06 Uhr
  • Bars sind geschlossen, Restaurants haben strenge Hygienevorschriften
  • Turnhallen und Schwimmbädern sind weitgehend geschlossen

Mit nächtlichen Ausgangssperren in Paris und anderen Metropolen verschärft Frankreich den Kampf gegen steigende Corona-Zahlen. Die neuen Beschränkungen gelten vom Samstag an.

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Großbritanniens Corona-Maßnahmen für viele unzureichend

Rund 16.000 Menschen in Großbritannien steckten sich zuletzt binnen 24 Stunden nachweislich mit dem Coronavirus an. Das Drei-Stufen-System, mit dem Premierminister Boris Johnson die Maßnahmen vereinheitlichen wollte, wird von Kritikern als unzureichend eingestuft. Das wissenschaftliche Beratergremium Sage hatte der Regierung schon vor Wochen einen landesweiten Lockdown empfohlen.

In Großbritannien halten sich viele Nachtschwärmer nicht an die verhängte Sperrstunde – das sei fatal, so die britische Regierung, da mehr Corona-Patienten hospitalisiert werden als noch im Frühjahr. Nun soll ein Drei-Stufen-System das Virus eindämmen.

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Die Regierungschefs der einzelnen Länder Großbritannien erlassen aber sowieso eigene Maßnahmen. So sind in Nordirland Pubs und Schulen geschlossen, in Wales soll ein Einreiseverbot für Menschen aus britischen Risikogebieten gelten. Wales' Regierungschef Mark Drakeford kritisierte zudem Johnson scharf, der in der Krise nicht kooperiere und nicht auf Anfragen antworte.

Italien: Erst Vorbild, jetzt Rekordinfektionen

Während in Spanien und Frankreich die Zahlen der Neuinfektionen schon rasant stiegen, galt Italien im September lange als Musterbeispiel für die Bewältigung der Pandemie in der zweiten Jahreshälfte. Im Oktober gingen die Zahlen aber wieder steil nach oben, am Samstag stiegen sie mit 10.925 auf den bisherigen Rekordwert des Landes.

Von einem Vergleich zum Beginn der Pandemie wird jedoch abgeraten, weil die durchgeführten Tests im Land nun deutlich zugenommen haben. Die Regierung hat wegen der beschleunigten Virus-Ausbreitung gerade mehrfach die Schutzmaßnahmen verschärft. Es gilt auch eine landesweite Maskenpflicht im Freien.

Aufgrund des Anstiegs der Neuinfektionen gilt in Italien eine landesweite Maskenpflicht im Freien. Verstöße werden mit Geldstrafen bis zu 1.000 Euro geahndet.

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Österreich befürchtet zweiten Lockdown

Auch in Österreich steigen die Corona-Infektionszahlen rasant an. Die Landesregierung in Salzburg hat nun die 7000 Einwohner-Stadt Kuchl komplett unter Quarantäne gestellt.

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Auch Österreich verzeichnete in der Woche Rekordwerte bei den Neuinfektionen. Am Samstag wurden 1.747 neue Fälle gezählt. Unter Berücksichtung der Zahl der Einwohner ist der Wert in etwa doppelt so hoch wie in Deutschland.

Mit dem 6.600-Einwohner-Ort Kuchl im Salzburger Land wurde wieder ein kompletter Ort unter Quarantäne gestellt. Die Entwicklung im Bundesland sei dramatisch, sagte Salzburgs Landeschef Wilfried Haslauer am Donnerstag. Die Kapazitäten in den Kliniken drohten in weniger als zwei Wochen, an ihre Grenzen zu kommen. Dann wäre ein Lockdown wohl unvermeidlich.

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