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Größtes Lager Griechenlands - Erster Corona-Fall in Flüchtlingslager Moria

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Monatelang wurde davor gewarnt, nun ist es eingetreten: Im überfüllten Flüchtlingslager Moria auf Lesbos gibt es Behörden zufolge den ersten bestätigten Corona-Fall.

13.000 Asylsuchende leben in Moria - das Lager wurde unter Quarantäne gestellt.

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Im größten Flüchtlingslager Griechenlands ist ein erster Corona-Infektionsfall aufgetreten. Im Lager Moria auf der Insel Lesbos ist ein Somalier positiv auf das Virus getestet worden. Es handle sich um einen 40-Jährigen, dem bereits im Juli Asyl gewährt worden sei, teilte das Migrationsministerium in Athen mit. Der Gesundheitszustand des Mannes sei gut. Aus Camp-Kreisen hieß es, er leide an Diabetes.

In Moria, das für rund 2.800 Menschen ausgelegt ist, leben mehr als 12.700 Asylsuchende unter schwierigsten Bedingungen. Angaben von Ärzte ohne Grenzen von Ende Juli zufolge zählen mehr als 300 von ihnen wegen ihres hohen Alters oder ihres Gesundheitszustands vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie zur Risikogruppe.

Moria bis zum 15. September abgeriegelt

Die Behörden versuchen nun, die Kontakte des Mannes nachzuverfolgen. Zudem wird das Camp bis zum 15. September abgeriegelt. Nur Sicherheitspersonal darf das Gelände nach Fiebermessungen noch betreten.

Der erkrankte Somalier verfügte nach Ministeriumsangaben über einen anerkannten Flüchtlingsstatus. Obwohl er eine permanente Aufenthaltserlaubnis für Athen hatte, war er demnach auf die Insel zurückgekehrt. Viele Menschen haben nach dem Verlassen der Camps Schwierigkeiten, eine Unterkunft und Arbeit zu finden.

Im griechischen Lager Moria leben mehr als 14.500 Menschen, dicht gedrängt unter unwürdigen Umständen. Dunja Hayali hat das Lager auf Lesbos besucht.

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Nicht erste Corona-Infektion in Flüchtlingsunterkunft

Die Hilfsorganisation Medico International warnte vor einer unkontrollierten Ausbreitung des Virus in dem überfüllten Flüchtlingslager und forderte, besonders gefährdete Menschen aus dem Camp zu bringen.

Es ist nicht der erste Corona-Fall in einem Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln: Im August war in einer Unterkunft auf der Insel Chios bei einem 35-Jährigen aus dem Jemen eine Corona-Infektion nachgewiesen worden. In Flüchtlingsunterkünften auf dem Festland wurden bereits mehrere Corona-Infektionen registriert - unter anderem erkrankten im April 150 Menschen in einem Hotel auf dem Peloponnes.

Nachdem die Neuinfektionen sich Anfang August gehäuft hatten, hatte Griechenland die Schutzmaßnahmen verschärft.

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Fälle stiegen in Griechenland im August stark an

Für die Flüchtlingscamps auf den Inseln wurde eigentlich bis Mitte September ein Lockdown verhängt und der Zugang strikt eingeschränkt. Allerdings schlafen in Moria viele Asylsuchende in Zelten außerhalb des Camps in einem Olivenhain, wo die Beschränkungen kaum durchgesetzt werden können.

Mit 271 Corona-Todesfällen ist Griechenland weniger stark betroffen von der Pandemie als andere europäische Länder. Allerdings stiegen die Infektionszahlen im August stark an - inzwischen haben sich insgesamt rund 10.500 Menschen mit dem Virus infiziert.

Die Corona-bedingten Einbrüche im griechischen Tourismus haben verheerende Ausmaße angenommen. Laut einem Beratungsunternehmen könnte es bis zu fünf Jahren dauern, bis sich der Tourismus-Sektor erholt hat.

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