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CDU-Sprecher: Flüchtlinge als Erntehelfer

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Wegen Corona-Beschränkungen - CDU-Sprecher: Flüchtlinge als Erntehelfer

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Unionspolitiker Mathias Middelberg will wegen der Corona-Krise statt Helfern aus östlichen EU-Ländern Flüchtlinge als Erntehelfer einsetzen. Über 600.000 Menschen stünden parat.

Ein Erntehelfer beim Spargelstechen auf einem Feld in Niedersachen.
Nach Ansicht des CDU-Innenpolitikers Mathias Middelberg sollen Flüchtlinge auch bei der bevorstehenden Spargelernte zum Einsatz kommen.
Quelle: dpa

Nach Ansicht des CDU-Innenpolitikers Mathias Middelberg sollten in Deutschland Flüchtlinge als Erntehelfer zum Einsatz kommen anstelle von eingeflogenen Helfern aus EU-Ländern wie Rumänien.

Viele bereits gebuchte Erntehelfer aus Osteuropa könnten wegen der Reisebeschränkungen während der Corona-Krise ihre Arbeitsplätze in Deutschland nicht erreichen, sagte Middelberg. Deshalb könnten die Landwirte hierzulande absehbar in eine schwierige Lage geraten.

Gegenwärtig stehen in Deutschland über 600.000 Personen aus den wesentlichen Asylherkunftsländern dem Arbeitsmarkt unmittelbar zur Verfügung.
Mathias Middelberg, innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion

In dieser Lage sollten die regionalen Jobagenturen jetzt verstärkt die Integration anerkannter Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt vorantreiben. Zudem dürften auch Asylbewerber, die noch keine Anerkennung haben, bereits nach drei Monaten Aufenthalt in Deutschland arbeiten. Auf dieses erhebliche Potenzial an Arbeitskräften solle jetzt zurückgegriffen werden, schlug Middelberg vor.

Auch Erntehelfer aus Nachbarländern weiter willkommen

Schließlich seien viele Geflüchtete ohnehin motiviert, eine Beschäftigung aufzunehmen. Nach Angaben des Bundesagrarministeriums sollen Erntehelfer für die Landwirtschaft aus direkten Nachbarländern trotz strengerer Grenzregelungen weiter nach Deutschland kommen können. Zur Einreise müssten sie Unterlagen wie Arbeitsverträge, Auftragsunterlagen und Grenzgängerkarten vorweisen.

Die Corona-Krise zeigt ihre Auswirkungen in allen Branchen: In der Landwirtschaft mangelt es an Erntehelfern, die meistens aus Osteuropa stammen.

Beitragslänge:
2 min
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Viele Landwirtschaftsbetriebe befürchten kurz vor der Spargelsaison Engpässe bei Erntehelfern. Saisonarbeiter fragen sich auch, ob und wie sie angesichts der Corona-Lage wieder heimkehren können. Damit auch Saisonkräfte aus Staaten kommen können, die durch Nachbarländer Deutschlands wie etwa Ungarn hindurchreisen müssten, bemüht sich offenbar auch Ministerin Julia Klöckner (CDU) um flexible Regelungen.

In einem Schreiben an den Chef des Bundeskanzleramts machte sie offenbar entsprechende Vorschläge. Darin heißt es demnach: "Bei andauernden Schwierigkeiten, genügend Saisonarbeitskräfte zu bekommen, ist es sinnvoll, die Attraktivität der Landwirtschaft, des Gartens und Weinbaus für geeignete Arbeitskräfte im Inland und auch die Vermittlungstätigkeit zu erhöhen. Dieses Angebot sollte an Kurzarbeitende, aber auch an Arbeitslose und anerkannte Asylbewerber, die noch nicht über eine Arbeitserlaubnis verfügen, gerichtet sein."

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