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Pandemie heizt Diskussion um Flüchtlinge an

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SPD und Grüne fordern Umsiedlung - Pandemie heizt Diskussion um Flüchtlinge an

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Die Corona-Pandemie hat die Lage in Griechenlands Flüchtlingslagern weiter verschärft. SPD und Grüne fordern mehr Umsiedlungen nach Deutschland.

Ein junger Flüchtling mit Mundschutz schaut aus dem Fenster einen Buses. Er ist Teil einer Gruppe von unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen die dieses Wochenende von griechischen Lagern nach Deutschland umgesiedelt wurden.
Deutschland hat diese Woche eine Gruppe von 47 minderjährigen Flüchtlingen aus Lagern auf den griechischen Ägäis-Inseln aufgenommen. SPD und Grüne sagen: das ist nicht genug.
Quelle: epa

Im Flüchtlingslager Vial auf der griechischen Insel Chios hat es nach dem Tod einer Bewohnerin am Samstag Proteste gegeben, später brach ein Brand aus. Griechische Medien berichteten von größeren Schäden, Bewohner des Lagers hätten die Feuerwehr zunächst am Löschen gehindert.

Die Angst vor Corona

Die 47-jährige Irakerin sei Anfang der Woche mit Fieber ins Krankenhaus gebracht worden, berichtete die griechische Nachrichtenagentur ANA. Dort sei sie negativ auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Am Samstag sei sie dann gestorben.

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Aus Furcht vor dem Coronavirus stehen griechische Flüchtlingslager derzeit unter Quarantäne. In zwei Lagern auf dem Festland wurden bislang Infektionen registriert.

SPD und Grüne fordern mehr Umsiedlungen

Angesichts der schwierigen Bedingungen in den Lagern haben SPD und Grüne weitere Umsiedlungen gefordert. Zuletzt wurden 47 Minderjährige aus griechischen Flüchtlingslagern in Deutschland aufgenommen.

Länder und Kommunen sind bereit zur Aufnahme - wir können also helfen.
Lars Castellucci, SPD-Fraktion im Bundestag

Die flüchtlingspolitische Sprecherin der Grünen, Luise Amtsberg, verlangte, Deutschland solle ein großzügiges Aufnahmeprogramm auf den Weg bringen, das neben Kindern auch Familien, Alleinstehende mit Kindern, schwangere Frauen sowie alte und kranke Menschen berücksichtige.

Amtsberg nannte es "beschämend", dass nach monatelanger Diskussion jetzt nur knapp 50 Personen aufgenommen werden.

Unionsfraktionschef warnt vor hohen Kosten

Der stellvertretende Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) betonte, man stehe zu dem Koalitionsbeschluss zur Aufnahme der Minderjährigen, wolle aber nicht darüber hinausgehen. Er wies darauf hin, dass Unterbringung und Betreuung pro Minderjährigem zwischen 50.000 und 70.000 Euro pro Jahr kosteten.

Sehen Sie hier einen Beitrag zur Ankunft von Flüchtlingen in Hannover:

Die ersten 47 Flüchtlingskinder aus griechischen Aufnahmelagern sind in Deutschland eingetroffen. Insgesamt zehn EU-Mitgliedstaaten haben vereinbart, junge Geflüchtete aufzunehmen.

Beitragslänge:
1 min
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Nur absolute Härtefälle aufnehmen

Man könne mit dem Geld "auch viel Hilfe vor Ort leisten, ohne Anreize für die Migration zu schaffen", sagte Frei der "Welt am Sonntag". Bei der Aufnahme müsse es um die "absoluten Härtefälle" gehen.

Trotz der prekären Lage in europäischen Lagern nehmen Flüchtende weiterhin die gefährliche Reise über das Mittelmeer auf sich.

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Nach dem Tod von mindestens fünf Flüchtlingen auf dem Weg von Libyen nach Italien ermittelt die maltesische Justiz aktuell gegen Ministerpräsident Robert Abela. Bei dem Verfahren gegen Armeevertreter und ihn selbst gehe es um den Vorwurf des Todschlags, sagte Abela im Fernsehen.

Flüchlingsboote abweisen im nationalen Interesse

Abela erklärte, mit der Abweisung von Flüchtlingsbooten handele er im nationalen Interesse, um die Malteser vor dem Coronavirus zu schützen:

Mein Gewissen ist rein, weil wir alles in unserer Macht stehende getan haben, um unser Volk und alle Bewohner dieses Landes zu schützen.
Maltas Ministerpräsident Robert Abela

Maltas Häfen sollten so lange für Flüchtlinge geschlossen bleiben, bis die Corona-Pandemie vorüber sei, so Abela.

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