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Spahn warnt vor Corona-Gefahr bei Feiern

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Steigende Infektionszahlen - Spahn warnt vor Corona-Gefahr bei Feiern

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Die Corona-Zahlen steigen in Deutschland wieder. Eine größere Gefahrenquelle seien Feiern, warnt Gesundheitsminister Spahn im ZDF. Mögliche Verbote schloss er nicht aus.

Die Corona-Fälle steigen an. Das liege nicht nur an Reiserückkehrern, sondern auch an lokalen Ausbrüchen, so Gesundheitsminister Spahn. Veranstaltungsverbote schloss er nicht aus.

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Ein Abebben der Corona-Krise sei in nächster Zeit nicht zu erwarten, sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im ZDF "heute journal". "Wir sehen steigende Zahlen, die hineingetragen werden durch Rückkehrer, aber wir sehen auch überall im ganzen Land ein lokales Ausbruchsgeschehen." Das hänge oft mit Feierlichkeiten zusammen, bei denen Alkohol im Spiel sei. Ein Gastwirt habe ihm gesagt, nach dem zweiten oder dritten Bier oder Wein sei es schwer, alle an die Corona-Regeln zu erinnern.

Spahn: Besser nur im engen Familienkreis feiern

Über das Reisen hinaus gebe es also bestimmte Situationen, die es dem Virus besonders leicht machten, sich auszubreiten, so Spahn. Er plädierte daher dafür, vor allem im engeren Familienkreis zu feiern.

Auf die Frage von heute-journal-Moderator Claus Kleber, ob es nicht viel sinnvoller sei, nach Situationen zu gehen, statt Reisewarnungen für ganze Länder wie etwa Spanien auszusprechen, sagte Spahn:

"Es ist ja auch kein Reiseverbot, sondern es geht darum, zu warnen und darauf hinzuweisen: Bitte im Urlaub auch vorsichtig sein!" Auch im Urlaub sei es wichtig, Abstand zu halten, die Hygieneregeln zu beachten und Alltagsmasken zu tragen.

Spahn: Lage kann schnell entgleiten

"Es geht mir nicht darum, auf andere Länder zu zeigen, sondern das eher als Warnung für uns in Deutschland zu nehmen, wie schnell das eben auch wieder entgleiten kann", sagte Spahn. Mit den aktuellen Corona-Zahlen komme das deutsche Gesundheitssystem noch gut hin, betonte der Minister. "Aber wir sehen, wenn die Steigerung weiter geht, geht es schnell."

Sechs Westbalkan-Länder gelten als Corona-Risikogebiete. Nirgendwo im Ausland stecken sich Urlauber so häufig mit dem Virus an wie dort.

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Sollten neue Maßnahmen zur Eindämmung des Virus notwendig werden, will der Minister den Fokus zuerst auf Feierlichkeiten und Veranstaltungen richten: Es sei nicht sinnvoll, den Einzelhandel oder Frisöre zu schließen. Mit Alltagsmaske, Hygieneregeln und Abstand könne man dort weiter machen.

Minister: Mit Ländern Regeln für Feiern überdenken

Bei Feierlichkeiten und Veranstaltungen könne sich das Virus schnell ausbreiten. Deswegen müsse man bei steigenden Fallzahlen mit den Ländern schauen, welche Regeln für die Größe von Festen und Veranstaltungen getroffen werden sollten. Er sei sich der Tragweite einer solchen Aussage bewusst, die das vor allem für Gastronomen habe, sagte Spahn.

"Aber wir haben es ja jetzt auch selbst in der Hand: Entweder wir schaffen es, auch aus der Sommerzeit herauskommend, die Zahlen unter Kontrolle zu behalten, oder wir werden eben zuerst den Blick auf die Art von Veranstaltungen richten müssen, bei denen eben besonderes Infektionsgeschehen auftritt." Das seien eben die geselligen Veranstaltungen, bei denen meist Alkohol im Spiel sei.

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