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Andachten bald wieder möglich? - Corona-Kabinett billigt Gottesdienst-Konzepte

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Strenge Hygieneregeln, Verschieben von großen Feiern wie Konfirmationen - mit diesen Konzepten sollen Gottesdienste wohl bald wieder überall möglich sein. Ein Überblick.

Ein Gottesdienst wird live im Internet gestreamt. Archivbild
Ein Gottesdienst wird live im Internet gestreamt. Archivbild
Quelle: Sebastian Gollnow/dpa

Regierungssprecher Steffen Seibert war voller Anerkennung: Er lobte das "Problembewusstsein und die verantwortungsvolle Haltung der Religionsgemeinschaften". Das sogenannte Corona-Kabinett der Bundesregierung hat das von den Gemeinschaften eingereichte Rahmenkonzept gebilligt.

In der vergangenen Woche hatten sie insgesamt 16 Konzepte beim Bundesinnenministerium vorgelegt. Der daraus entstandene Rahmenplan wurde zudem mit dem Robert Koch-Institut erörtert und soll Grundlage für die Bund-Länder-Besprechung am Donnerstag sein. Er enthält lediglich Empfehlungen; die Entscheidung darüber liegt bei den Ländern.

Taufen oder Konfirmationen werden verschoben

An den Beratungen beteiligt waren die evangelische, katholische und orthodoxe Kirche, der Zentralrat der Juden sowie der Koordinationsrat der Muslime. Die Konzepte der Religionsgemeinschaften sehen Abstands- und Hygieneregeln vor.

Große Feste wie Taufen oder Konfirmationen sollen verschoben werden oder nur im kleinen Kreis stattfinden. Für Abendmahl- oder Eucharistiefeiern gelten - wenn sie überhaupt stattfinden müssen - besondere Regeln, etwa Handschuhpflicht, und die Empfehlung, auf den Wein zu verzichten.

Muslime sollen eigene Teppiche mitbringen

Der Koordinationsrat der Muslime rät dazu, eigene Gebetsteppiche in die Moschee mitzubringen. Zur Eindämmung der Pandemie hatten die Bundesländer im März auch Zusammenkünfte in Kirchen, Synagogen und Moscheen verboten. Mitte April wurden den Religionsgemeinschaften Lockerungen in Aussicht gestellt.

In Sachsen und Thüringen sind Gottesdienste bereits wieder erlaubt. Fünf weitere Bundesländer haben bereits Startdaten Anfang Mai festgelegt. Dabei gelten je nach Bundesland unterschiedliche Regeln.

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Jedes Bundesland entscheide für sich, kommentierte ein Sprecher von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) das unterschiedliche Vorgehen der Bundesländer bereits vor den Beratungen am Donnerstag. Regionale Unterschiede seien zu akzeptieren. Der Bund habe ein Interesse daran, ein möglichst einheitliches Vorgehen zu erreichen.

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