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Baerbock will Lehrer auf Corona testen

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Kritik an Schulgipfel-Ergebnis - Baerbock will Lehrer auf Corona testen

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Mit dem Schulstart wächst die Sorge vor neuen Corona-Infektionen. Die Grünen wollen mit systematischen Tests vorbeugen. Generell komme die Schule weiter zu kurz.

Grünen-Chefin Annalena Baerbock mit Mund-Nasen-Schutz.
Macht sich für Schulen stark: Annalena Baerbock
Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Grünen-Chefin Annalena Baerbock fordert systematische Corona-Tests für Lehrer und Erzieher, die aus dem Urlaub zurückkommen. Bisher seien die Testangebote freiwillig und stichprobenartig, sagte Baerbock der Funke Mediengruppe.

Die ersten Ausfälle von Schulen und Kitas nach den Sommerferien zeigen aus meiner Sicht, dass jede Lehrerin und jeder Erzieher, die aus dem Urlaub kommen, erstmal getestet werden sollten.

Baerbock fordert Durchlüftungskonzept

Während Kinder und Jugendliche zum Infektionsschutz nach Jahrgängen getrennt würden, wechselten an vielen Schulen die Lehrer von Klasse zu Klasse, sagte Baerbock zur Begründung.

Jede Schule brauche außerdem ein Durchlüftungskonzept. "Wenn Fenster mancherorts nur gekippt werden können, dann muss ein Handwerker kommen und notfalls neue Fenster einbauen. Dafür muss Geld da sein", sagte die Parteivorsitzende.

Über fehlende Konzepte für die Schulen in Corona-Zeiten und die Auswirkungen auf Lehrer, Eltern und Schüler.

Beitragslänge:
60 min
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Laptop "als Absichtserklärung" reicht Baerbock nicht

Das Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chefin Saskia Esken und mehreren Kultusministern zur Digitalisierung in Schulen kam aus Baerbocks Sicht zu spät und brachte unzureichende Ergebnisse.

"Ein halbes Jahr nach Pandemiebeginn setzt sich die Kanzlerin mit der SPD-Chefin und einigen Bildungsministern zusammen, um zu überlegen, was man so tun könnte", sagte sie. "Was kommt raus? Ein Laptop für jeden Lehrer, als Absichtserklärung."

Digitale Bildung -
Bund und Länder wollen Laptops für Lehrer
 

Jeder Lehrer soll einen Dienstlaptop bekommen. Schulen sollen zügig ans schnelle Internet angeschlossen werden. Bund und Länder wollen dafür 500 Millionen Euro ausgeben.

von Dominik Rzepka, Berlin
Videolänge:
1 min

Appell: Geld aus Digitalpakt nutzen

Auch gemeinsame Leitlinien für mehr Geld und Personal an Schulen und Kitas seien seit Monaten überfällig. "Jede Schule hätte über den Sommer so ausgestattet werden müssen, dass Schüler notfalls über digitalen Unterricht zu Hause den Lernstoff in regelmäßigem Kontakt mit den Lehrkräften vermittelt bekommen - und das Personal dafür geschult wird", kritisierte Baerbock.

An finanziellen Mitteln liege es dabei nicht: "Das Irre ist: Es steht ja Geld über den Digitalpakt bereit." Die Bundesregierung müsse nun mit einer Pauschalgenehmigung dafür sorgen, dass die Gelder von den Ländern unbürokratisch abgerufen werden könnten. Baerbock forderte:

Keine faulen Ausreden mehr. Wir müssen die Probleme pragmatisch anpacken.
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