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UN-Generalsekretär - Guterres fordert weltweiten Waffenstillstand

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Angesichts der Corona-Krise fordert der UN-Generalsekretär, alle Waffen zum Schweigen zu bringen, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Sonst drohten Millionen zu sterben.

Antonio Guterres am 21.02.2020
Antonio Guterres will einen sofortigen Stopp aller Kampfhandlungen.
Quelle: dpa

UN-Generalsekretär António Guterres hat angesichts der Corona-Pandemie einen weltweiten Stopp aller Kampfhandlungen gefordert:

Beendet die Seuche namens Krieg und bekämpft die Krankheit, die unsere Welt verwüstet.
UN-Generalsekretär Guterres

Überall müssten Konfliktparteien ihre Feindseligkeiten einstellen und ihr Misstrauen überwinden. "Bringt die Waffen zum Schweigen, stoppt die Artillerie, beendet die Luftangriffe", sagte Guterres in New York. Dies sei zentral, um humanitäre Korridore für Zivilisten zu schaffen.

Guterres: Habe Botschaft an G20-Staaten geschrieben

Die UN-Vermittler für die Konflikte würden sich mit den Gegenspielern in den Krisenländern der Welt in Verbindung setzen, um Feuerpausen auszuhandeln. Guterres sagte, er habe auch eine Botschaft an die Anführer der Industrienationen der G20 geschrieben.

Wenn die Kriege auf der Welt, die viele Kapazitäten in den einzelnen Ländern binden würden, nicht aufhörten, könne sich das nur negativ auf die Verbreitung des Virus auswirken.

UN-Generalsekretär: Globale Rezession "nahezu sicher"

Zuletzt hatte Guterres zu einem gemeinsamen Vorgehen der größten Wirtschaftsmächte in der Krise aufgerufen. Man müsse wegkommen von nationalen Strategien und hin zu einer globalen, koordinierten Antwort, um auch die schwächeren Länder bei der Bekämpfung des Coronavirus zu unterstützen. Ansonsten könnten Millionen Menschen sterben. Eine globale Rezession sei "nahezu sicher".

Zivilisten in Konfliktgebieten müssten vor den verheerenden Auswirkungen der Pandemie geschützt werden, sagte Guterres. "Die Heftigkeit des Virus" verdeutliche, wie "unsinnig" Kriege seien, sagte Guterres.

Angst vor Kollaps der Gesundheitssysteme

Weltweit gibt es inzwischen mehr als 360.000 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus, die Zahl der Toten liegt laut Johns Hopkins Universität bei mehr als 15.000. Viele Länder befürchten angesichts der rasanten Ausbreitung des Virus einen Kollaps ihrer Gesundheitssysteme.

In Konfliktgebieten wie in Syrien oder dem Jemen ist die medizinische Grundversorgung bereits wegen jahrelanger Kampfhandlungen eingebrochen. Experten fürchten eine Katastrophe, sollte die Pandemie auf solche Konfliktregionen übergreifen.

Syrien hat bisher einen Infektionsfall mit dem Coronavirus gemeldet. Auch in der von jahrelangen Konflikten gezeichneten Demokratischen Republik Kongo und in Afghanistan gibt es bestätigte Infektionsfälle.

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