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Heil: Mehr Lohn für Pflegende und Kassierer

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Leistungsträger in Corona-Krise - Heil: Mehr Lohn für Pflegende und Kassierer

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Gerade in der Corona-Krise ist die Arbeit in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Supermärkten besonders wichtig. Das will Arbeitsminister Hubertus Heil finanziell honorieren.

Hubertus Heil
Arbeitsminister Hubertus Heil: Bessere Löhne für Leistungsträger
Quelle: Reuters

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat Lohnerhöhungen für bestimmte Berufstätige wie Kassierer und Kassiererinnen oder Pflegende gefordert, die in der Corona-Krise besonders belastet sind. "Wir sehen gerade unglaublich viele Heldinnen und Helden des Alltags", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Heil: Leistungsträger haben "bessere Löhne verdient"

Diese Menschen hätten "nicht nur warme Worte, sondern langfristig auch bessere Löhne verdient". Wo dies möglich sei, sollten die Löhne für diese Berufsgruppen auch schon jetzt erhöht werden, fügte der Minister hinzu. Allerdings lasse sich dies nicht staatlich verordnen.

"Was gut läuft, ist, dass das Personal zusammenhält", sagt Altenpflegerin Ute Bessert. Doch die persönliche Belastung von Pflegern steigt in der Corona-Krise.

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Der Minister rief dazu auf, den Begriff des "Leistungsträgers" neu zu definieren:

Leistungsträger sind nicht nur Krawattenträger, sondern auch diejenigen, die jetzt im Supermarkt an der Kasse sitzen, die in Krankenhäusern Zusatzschichten schieben oder weiterhin unseren Müll entsorgen.
Hubertus Heil

Mitunter würden diese Tätigkeiten zu sehr geringen Löhnen ausgeübt.

Heils Appell an Arbeitgeber

Heil appellierte auch an die Arbeitgeber, "wo immer es geht, das Kurzarbeitergeld aufzustocken". Vor allem Arbeitnehmer mit geringem Lohn hätten mit Gehaltseinbußen zu kämpfen.

Daher habe das Bundeskabinett beschlossen, den Bezug ergänzender Grundsicherung zu erleichtern: "Das wirkt wie ein Kombilohn für die Zeit der Krise."

76.000 Betriebe hätten Kurzarbeit angekündigt

Allein in der vergangenen Woche hätten 76.700 Betriebe angekündigt, Kurzarbeit in Anspruch nehmen zu wollen, erklärte der Arbeitsminister. Der Bedarf sei enorm.

"Das wird bei weitem nicht das Ende der Fahnenstange sein", sagte der Minister. Betroffen seien alle Bundesländer und nahezu alle Branchen.

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