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Heinsberg-Studie: Infektionszahlen flachen ab

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Corona in Deutschland - Heinsberg-Studie: Infektionszahlen flachen ab

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Heinsberg war von Corona besonders betroffen. Ein Forscherteam hat untersucht, wie sich das Virus dort ausgebreitet hat. Die Zahlen lassen hoffen - auch auf mögliche Lockerungen.

Wissenschaftler des Forschungsprojekts über die Corona-Infektionen im Kreis Heinsberg (NRW) gehen davon aus, dass die Einschränkungen des öffentlichen Lebens demnächst wieder gelockert werden können, wenn Hygienemaßnahmen weiterhin eingehalten werden.

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Die Wahrscheinlichkeit, im Kreis Heinsberg an einer COVID-19 Infektion zu sterben, ist deutlich geringer als bisher angenommen. Das ist das Ergebnis einer Studie, deren Zwischenergebnis mit großer Spannung erwartet worden war.

Die Sterblichkeit im stark betroffenen Ort Gangelt (Kreis Heinsberg) liegt, so fanden Forscher heraus, gemessen an der Zahl der Gesamtinfizierten, bei 0,37 Prozent.

Die Letalität niedriger errechnet als die Johns-Hopkins-Uni

Die amerikanische Johns-Hopkins-Universität hingegen hatte aufgrund der offiziellen Meldungen in Gesamtdeutschland eine Letalität von COVID-19-Kranken von 1,98 Prozent errechnet. Den Unterschied erklärt Experte Streeck in dem folgenden Video (die gesamte Pressekonferenz im Wortlaut):

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Die Wissenschaftler der Universität Bonn untersuchen im Auftrag der Landesregierung NRW, in einer so genannten Cluster-Studie, wie sich das Coronavirus in der Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg ausgebreitet hat.

Darüber hinaus, das ist auch ein Studien-Ergebnis, zeigten die restriktiven Schutzmaßnahmen Wirkung. Die Kurve der Infektionszahlen flache ab. Das erklärte der Landrat des Kreises Heinsberg Stephan Pusch (CDU) in der Pressekonferenz (hier das Video):

"Der Kreis Heinsberg ist an einer riesengroßen Katastrophe vorbei geschlittert."

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Durch Immunität verlangsamt sich die Ausbreitung

Nach den Ergebnissen der ersten Untersuchungen, an denen rund 1.000 Bürgerinnen und Bürger in Gangelt teilnahmen – rund 500 Ergebnisse liegen bereits vor – sind gleichzeitig bereits 15 Prozent der Menschen in Gangelt gegen das Virus immun. In der Studie waren – im Gegensatz zu den bisherigen Berechnungen – auch Personen ohne jegliche Symptome erfasst worden, von denen ein Teil trotzdem positiv getestet wurde oder die Antikörper entwickelt hatten.

Für Professor Hendrik Streeck ein wichtiger Schritt in Richtung Herden-Immunität. Gleichzeitig vermindert dieser Anteil an immunisierten Personen auch die weitere Ausbreitung der Krankheit in erheblichem Maße.

Vierphasen-Strategie

Die Forscher empfehlen daher ausdrücklich, die vorgeschlagene Vierphasen-Strategie der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) weiter zu verfolgen. Diese sieht folgendes Modell vor:

Phase 1: Gesellschaftliche Quarantänisierung mit dem Ziel der Eindämmung und Verlangsamung der Pandemie und Vermeidung einer Überlastung der kritischen Versorgungsstrukturen, insbesondere des Gesundheitsversorgungssystems.

Phase 2: Beginnende Rücknahme der Quarantänisierung bei gleichzeitiger Sicherung hygienischer Rahmenbedingungen und Verhaltensweisen. 

Phase 3: Aufhebung der Quarantänisierung unter Beibehaltung der hygienischen Rahmenbedingungen 

Phase 4: Zustand des öffentlichen Lebens wie vor der COVID-19 Pandemie (Status quo ante).

Nach dem Erfolg der ersten Phase wollen die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder gemeinsam mit der Bundesregierung nach Ostern über den Einstieg in die zweite Phase entscheiden. NRW-Ministerpräsident Laschet (CDU) mahnte an, auch die Zeit nach der Krise im Blick zu haben:

Bei der Präsentation der Ergebnisse einer Studie aus dem Kreis Heinsberg zur Verbreitung des Coronavirus mahnte Laschet an, auch die Zeit nach der Krise im Blick zu haben.

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Durch Einhalten von stringenten Hygienemaßnahmen sei zu erwarten, dass die Viruskonzentration bei einem Infektionsereignis einer Person so weit reduziert werden könne, dass es zukünftig zu einem geringeren Schweregrad der Erkrankung komme.

Diese günstigen Voraussetzungen waren bei einem außergewöhnlichen Ausbruchsereignis (superspreading event: wie beispielsweise Karnevalssitzung, Apres-Ski-Bar Ischgl) nicht gegeben. Die Folgen waren entsprechend, so Streeck.

Im Kreis Heinsberg geschah der erste große Corona-Ausbruch in Deutschland. Hier wurde nun zum Virus geforscht. Sehen Sie die gesamte Pressekonferenz mit allen Protagonisten und Fragen hier im Video:

Im Kreis Heinsberg geschah der erste große Corona-Ausbruch in Deutschland. Hier wurde nun zum Virus geforscht. Die in der Pressekonferenz.

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