ZDFheute

Corona-Hilfen für Holocaust-Überlebende

Sie sind hier:

Über eine halbe Milliarde Euro - Corona-Hilfen für Holocaust-Überlebende

Datum:

Holocaust-Überlebende erhalten von der Bundesregierung eine pandemiebedingte Sonderzahlung. Darauf einigten sich das Finanzministerium und die jüdische Claims Conference.

Bundesfinanzministerium
Das Finanzministerium lobt die Vereinbarung als großen Erfolg der guten Zusammenarbeit mit der Claims Conference.
Quelle: dpa

Holocaust-Überlebende sollen wegen ihrer Belastungen durch die Corona-Pandemie zusätzliche Hilfen von der Bundesregierung bekommen. Die Mittel von insgesamt mehr als einer halben Milliarde Euro sollen zum Teil noch dieses Jahr bereitgestellt werden, wie das Bundesfinanzministerium in Berlin auf Anfrage mitteilte.

Eine entsprechende Vereinbarung sei mit der sogenannten Conference on Jewish Material Claims Against Germany (kurz: Claims Conference) getroffen worden. Die Organisation setzt sich für die Entschädigung von Holocaust-Überlebenden weltweit ein.

Mehr als eine halbe Milliarde Euro sollen bereitgestellt werden

Vereinbart wurde demnach eine pandemiebedingte Sonderzahlung von 2.400 Euro über einen Zeitraum von zwei Jahren für diejenigen NS-Opfer, die bislang lediglich eine Einmalzahlung aus dem Härtefallfonds erhielten. Damit könnten weltweit nun etwa 240.000 Berechtigte einen entsprechenden Antrag bei der Claims Conference stellen. So würden insgesamt über eine halbe Milliarde Euro bereitgestellt.

Zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz-Birkenau erinnert eine Fotoausstellung an den Holocaust. Die Fotos wurden von dem Künstler Martin Schoeller in Israel aufgenommen.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Zudem wurde vereinbart, die Mittel für das bereits im März vereinbarte Homecare-Programm für Hilfen und Pflege in der häuslichen Wohnumgebung für das kommende Jahr um 30 Millionen auf dann 554 Millionen Euro aufzustocken.

Damit sollen die Pflegeagenturen vor Ort in die Lage versetzt werden, "kurzfristig passende Hilfen zu schaffen, um in der aktuellen kritischen Lage den Überlebenden bestmöglich helfen zu können". Der Bundestag muss den Vereinbarungen noch zustimmen.

Finanzministerium: "Deutschland steht auch in der Pandemie zu historischer Verantwortung"

Das Finanzministerium verweist darauf, dass die Corona-Pandemie auch Überlebende der NS-Diktatur "in besonders harter Weise trifft". Deutschland stehe mit den Hilfen auch in Zeiten der Corona-Krise "in besonderer Weise zu seiner historischen Verantwortung für die durch das NS-Unrechtsregime verfolgten Menschen".

Der Bundesregierung sei dabei bewusst, "dass das unermessliche Leid, das den überlebenden Opfern von NS-Unrecht zugefügt wurde, nicht durch Geld oder andere Leistungen aufgewogen werden kann", betonte das Ministerium.

Mittlerweile gibt es nur noch wenige Zeitzeugen des Holocaust. Dunja Hayali hat in ihrer Sendung mit einem Überlebenden und dem Sohn eines NS-Täters gesprochen.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt im Bundestag eine Regierungserklärung zur Bewältigung der Corona-Pandemie ab.

Corona-Maßnahmen -
Wie die Parlamente beteiligt wurden
 

Der Ruf nach politischer Mitsprache bei den Corona-Maßnahmen wird lauter. Wie wurden die deutschen Parlamente …

von Florence-Anne Kälble
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.