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"maybrit illner" - Giffey: Mehr Eigenverantwortung für Schulen

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Bundesfamilienministerin Giffey sprach sich in der ZDF-Sendung "maybrit illner" für lokale Bewertungen zur Wiederaufnahme des Unterrichts aus.

Familienministerin Giffey (SPD) fordert in der ZDF-Sendung "maybrit illner" mehr Eigenverantwortung für Schulen
Giffey plädiert für Berücksichtigung lokaler Maßgaben bei Schul-Öffnungen.
Quelle: ZDF/Svea Pietschmann

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sagte in der ZDF-Sendung "maybrit illner", sie plädiere "sehr dafür, auch auf die Praxis vor Ort zu hören". Die Bundespolitik müsse den Rahmen dafür schaffen, dass der Neustart gelinge. Bundesweite Rezepte gebe es nicht.

Wenn mir hundert Leute vor Ort sagen, wir haben ein Problem, dann ist es höchstwahrscheinlich, dass wir wirklich eines haben.
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey

Das erfordere pragmatische Lösungen, "die zu dem passen, was vor Ort gebraucht wird", so Giffey weiter.

Video: Familienministerin Giffey bei "maybrit illner"

Unterschiedliche wissenschaftliche Erkenntnisse

Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit wies unterdessen Kritik an scheinbar oder tatsächlich widersprüchlichen Aussagen von Wissenschaftlern zum Coronavirus zurück. Die Wissenschaft wisse noch "sehr wenig" über das Virus.

So sehe der Berliner Virologe Christian Drosten "jeden Tag neue Publikationen". Gerade hinsichtlich der Frage, ob von Kindern eine Ansteckungsgefahr ausgehe, seien diese Publikationen sehr unterschiedlich. "Damit muss man dann als Politiker auch umgehen", sagte Schmidt-Chanasit.

Video: Virologe Jonas Schmidt-Chanasit bei "maybrit illner"

Lindner: Mittlerweile besser auf Pandemie vorbereitet

Christian Lindner, Parteivorsitzender der FDP, monierte, dass "der bayerische Ministerpräsident und das RKI am selben Tag unterschiedliche Zahlen präsentieren". Lindner hält den jetzigen Zustand nicht mehr für verhältnismäßig, weil mildere Mittel zur Verfügung stünden.

Ich lasse mir persönlich nicht mehr Angst machen mit einer zweiten Welle.
Christian Lindner, FDP-Chef

Lindner verwies darauf, dass man mittlerweile besser auf die Pandemie vorbereitet sei als noch im Januar oder Februar. Er gab zu bedenken, dass auch Angst um den Arbeitsplatz oder die Existenz den Menschen Schaden zufüge. Er sprach sich für ein regional differenziertes Vorgehen bei den Lockerungsmaßnahmen aus, da derzeit nur noch vereinzelt Regionen stark vom Coronavirus betroffen seien.

Video: Gesamte Sendung

"maybrit illner“ mit dem Thema "Die Politik macht auf – die Unsicherheit bleibt?" vom 30. April 2020.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Keine Katastrophen-Situation mehr

Udo di Fabio, Mitglied im "Expertenrat Corona" in Nordrhein-Westfalen und Bundesverfassungsrichter a.D., befand, es sei logisch, dass bei einem Überstrapazieren der Notfallkapazitäten wie in Italien oder Spanien der Staat mit Grundrechtseingriffen reagieren müsse.

Die wissenschaftliche Ungewissheit wird uns wohl noch längere Zeit begleiten.
Udo di Fabio, Expertenrat-Mitglied in NRW

Die aktuelle Lage stelle laut di Fabio keine Katastrophen-Situation mehr dar, sondern "wir befinden uns in einer Phase der gesteigerten epidemischen Risikolage". Er stellte aber gleichzeitig fest, dass "wir nicht genügend Wissen über die Pandemie haben", um die sozialadäquaten Risiken einschätzen zu können.

Video: Udo di Fabio bei "maybrit illner"

Jedes Leben hat die gleiche Würde

"Jedes Menschenleben ist gleich wertvoll. Auch der alte Mensch am Ende seines Lebens hat die gleiche Würde wie ein junger Mensch", betonte der Bundesverfassungsrichter a.D.

Laut Diplom-Pädagogin und Familienberaterin Katia Saalfrank halten viele Familien es nicht mehr lange durch. Sie forderte eine Möglichkeit für Notbetreuung. Saalfrank gab zu bedenken, dass "die Kinder, die jetzt nicht gut aufgehoben sind, sonst auch nicht gut aufgehoben sind".

Video: Familienberaterin Katia Saalfrank bei "maybrit illner"

Seele der Kinder im Blick haben

Das Problem der Familie liege laut Saalfrank in der geforderten Gleichzeitigkeit von Homeoffice und Homeschooling. Bei all den geplanten Lockerungen sollte man nicht nur die Seele der Kinder im Blick haben, sondern sich auch vor Augen führen, dass "Abstand und Erzieher mit Masken keine gute Situation für ein Kind darstellen", so die Familienberaterin.

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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